Mit dem Gehirn sehen: Hellsehen als Erweiterung der Wahrnehmung

Веретенников Сергей

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Wie man Hellsehen entwickelt: nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn sehen​

Der Mensch ist daran gewöhnt zu denken, dass er mit den Augen sieht.

Aber ganz so ist es nicht.

Die Augen sind nur ein Werkzeug.
Sie ähneln dem Objektiv einer Kamera.
Doch das Bild entsteht nicht im Objektiv.

  1. Sehen — das Gehirn.
  2. Hören — das Gehirn.
  3. Erkennen — das Gehirn.
  4. Verstehen — das Bewusstsein.

Die Augen empfangen Licht.
Die Ohren empfangen Schwingungen.
Die Haut empfängt Berührungen.
Doch die gesamte Welt wird in uns zusammengesetzt.

Deshalb beginnt Hellsehen nicht mit den Augen.
Und auch nicht mit dem dritten Auge als hübschem Bild auf der Stirn.

Es beginnt mit dem Verständnis:

Information kann direkt in den Kopf gelangen.

Nicht durch die Augen.
Nicht durch die Ohren.
Nicht durch den Geruch.
Nicht durch Berührung.
Sondern sofort — als Wissen, als Bild, als innere Empfindung, als stille Gewissheit.

Das ist der Beginn echten Hellsehens.

Keine Fantasie.
Keine Tagträumerei.
Kein „Das habe ich mir wohl eingebildet“.
Sondern ein neuer Kanal zum Empfangen von Informationen.


Hellsehen ist eine Anfrage

Der Hauptfehler von Anfängern besteht darin, dass sie „alles sehen“ wollen.

Doch so funktioniert Hellsehen nicht.

Wenn ein Mensch Informationen erhalten möchte, muss er genau wissen, welche Informationen er abfragt.

Nicht allgemein:
„Was ist dort?“
„Was wird geschehen?“
„Zeige mir die Wahrheit“.

Sondern konkret:
„Welche Figur ist auf dem Blatt?“
„Welche Farbe wurde gewählt?“
„Was befindet sich hinter dem Schirm?“
„Wer ruft gerade an?“
„Welches bevorstehende Ereignis steht mit dieser Person in Verbindung?“

Welche Frage — ein solcher Informationsstrom.

Ist die Anfrage vage, kommt ein Durcheinander.
Ist die Anfrage präzise, kommt eine Antwort.

Das Bewusstsein ähnelt einem Lichtstrahl. Wohin du ihn richtest, das wird erhellt. Wenn man gleichzeitig in alle Richtungen leuchtet, entsteht kein Hellsehen, sondern ein innerer Basar am Tag des Teppichverkaufs.

Daher lautet die erste Regel:

Lernt, präzise Fragen zu stellen.

Information kommt nicht immer als Bild

Viele denken, Hellsehen bedeute zwangsläufig einen hellen inneren Bildschirm, auf dem alles wie im Film zu sehen ist.

Doch das ist nicht zwingend so.

Manchmal sieht ein Mensch tatsächlich ein Bild.
Manchmal weiß er es einfach.
Manchmal spürt er eine Richtung.
Manchmal hört er innerlich ein Wort.
Manchmal erhält er kein Bild, sondern eine Bedeutung.
Manchmal versteht er den Zustand eines Objekts, kann ihn aber nicht sofort in menschlichen Worten beschreiben.

Das ist normal.

Wir nennen es „Sehen“, doch eigentlich geht es um etwas Umfassenderes — um die Wahrnehmung von Informationen.

  1. Ein Mensch kann mit dem Gehirn sehen.
  2. Er kann mit dem Gehirn hören.
  3. Er kann mit dem Gehirn wissen.

Denn auch das gewöhnliche Sehen besteht nicht nur aus den Augen. Das Auge übermittelt ein Signal, und das Gehirn setzt daraus die Welt zusammen.

So ist es auch beim Hellsehen: Die Information kommt an, und das Gehirn versucht, sie in vertraute Formen zu übersetzen.

Gibt es im Bewusstsein ein fertiges Bild, wird der Mensch ein Bild sehen.
Gibt es kein Bild, wird er Eigenschaften spüren: Größe, Form, Dichte, Bewegung, Farbe, Zustand, Richtung.

Deshalb sollte man nicht gewaltsam ein schönes Bild von sich verlangen.

Manchmal ist präzises Wissen wertvoller als eine schöne Vision.

Autor des Artikels: Sergei Veretennikov
Website Your Yoga
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Warum ein Mensch sich irren kann

Hellsehen wird oft nicht deshalb verzerrt, weil der Kanal schwach ist, sondern weil der Mensch selbst ihn behindert.

Das Verlangen stört.
Die Angst stört.
Die Erwartung stört.
Die Neugier stört.
Die Fantasie stört.
Der Wunsch, etwas Besonderes zu sein, stört.

Der Mensch hat noch keine Information empfangen, beginnt aber bereits, sie zu erfinden.

Will er zum Beispiel etwas Mystisches sehen, zeichnet ihm das Gehirn etwas Mystisches. Will er Gefahr sehen, erhält er Gefahr. Will er seine eigene Richtigkeit bestätigen, sieht er eine Bestätigung.

Deshalb erfordert Hellsehen innere Ehrlichkeit.

Man muss sich sagen können:

„Ich weiß es nicht. Ich frage nur ab“.
„Ich erfinde nichts. Ich empfange“.
„Ich schmücke nichts aus. Ich überprüfe“.

Das ist sehr wichtig.

ChatGPT Image 7 мая 2026 г., 15_52_03.jpg


Ein echter Hellseher ist nicht derjenige, der schön erzählt.
Sondern derjenige, der ein Signal von seiner eigenen Fantasie unterscheiden kann.

Erste Übungsmethode: Karten mit Figuren

Die einfachste Übung kann man zu Hause durchführen.

Nehmt einige kleine, gleichartige Papierblätter.

Zeichnet vier einfache Figuren darauf:

— Kreuz;
— Kreis;
— Quadrat;
— Dreieck.

Fertigt möglichst viele solcher Karten an. Mischt sie. Schließt die Augen. Nehmt eine Karte und legt sie vor euch.

Jetzt sollt ihr nicht versuchen, das ganze Blatt zu sehen.
Denkt nicht an das Papier.
Stellt euch nicht den Tisch vor.
Ratet nicht wie ein Schüler bei einer Klassenarbeit.

Stellt eine einzige präzise Frage:

„Welche Figur ist auf dieser Karte?“

Und wartet ruhig auf die erste klare Antwort.

Nicht die zweite.
Nicht die zehnte.
Nicht diejenige, die ihr euch später ausgedacht habt.
Sondern die erste leise Reaktion.

Schreibt die Antwort anschließend auf und überprüft sie.

Es ist wichtig, Statistik zu führen.

Bei vier Figuren liegt die Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Treffers bei etwa 25 %. Wenn ihr bei 100 Versuchen ungefähr 25 richtige Antworten habt, ist das noch gewöhnlicher Zufall. Wird das Ergebnis allmählich besser — 35, 40, 50 und mehr — bedeutet das, dass der Kanal langsam erwacht.


In der Veretennikov-Schule wurden dafür zahlreiche Trainingsprogramme entwickelt!
Wenn ihr nicht selbst etwas auf Karten zeichnen möchtet, ist bereits alles im Programm vorbereitet.

Zum Beispiel:

Trainingsprogramm: Architekt der Realität
Hellwissens-Trainer „Schnitt“
Neurotrainer „Iso-Rhythmus 108“ — Trainer für Vorhersage und Hellsehen
Und viele weitere! — Lernt die Veretennikov-Schule kennen; hier gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote zu symbolischen Preisen.

Und hier beginnt die echte Praxis.

Nicht blind glauben.
Nicht blind leugnen.
Sondern beobachten.


Zweite Methode: Lesen mit geschlossenen Augen

Eine schwierigere Übung ist das Lesen mit geschlossenen Augen.

Doch man muss den Sinn richtig verstehen.

Man liest nicht mit geschlossenen Augen, um anschließend mit verbundenen Augen durch das Haus zu laufen und als erleuchtetes Nashorn stolz gegen den Schrank zu rennen.

Nein.

Mit gewöhnlichen Augen geht das Lesen schneller und leichter.

Geschlossene Augen dienen als Trainingshilfe.

Warum gerade Lesen?

Weil man Text nur schwer erfinden kann. Ein Buchstabe stimmt entweder überein oder nicht. Ein Wort wurde entweder gelesen oder nicht. Hier gibt es weniger Selbsttäuschung.

Das ist eine sehr gute Übung für Hellsehen, weil sie den Kanal zwingt, präzise zu arbeiten.

Man kann mit einem großen Buchstaben auf einem Blatt beginnen.

Schreibt mehrere Buchstaben auf einzelne Karten. Mischt sie. Schließt die Augen. Legt eine Karte vor euch. Fragt:

„Welcher Buchstabe steht hier?“

Erscheint ein Bild? Gut.
Kommt Wissen? Ebenfalls gut.
Blitzt ein Gefühl für die Form auf? Das ist bereits ein Anfang.

Das Wichtigste ist, nichts hinzuzudichten.

Die Antwort kam — aufschreiben.
Überprüfen.
Schlussfolgerungen ziehen.

Autor des Artikels: Sergei Veretennikov
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Dritte Methode: Telefonsignal

Eine sehr gute Übung im Alltag ist das Telefon.

Wenn das Telefon klingelt, schaut nicht sofort auf den Bildschirm.

Haltet für ein paar Sekunden inne.

Fragt:

„Wer ruft an?“
„Warum ruft die Person an?“
„Womit hängt das Gespräch zusammen?“

Schaut anschließend nach.

Auch hier ist es wichtig, daraus kein Ratespiel zu machen. Quält euch nicht. Übt einfach mehrmals am Tag kurz.

Mit der Zeit könnt ihr feststellen, dass vor dem Anruf bereits ein Gefühl für die Person entsteht. Oder für das Gesprächsthema. Oder ein inneres Wissen: „Das ist geschäftlich“, „Das ist eine Bitte“, „Das wird ein unangenehmes Gespräch“, „Das ist ein Anruf ohne Bedeutung“.

So tritt Hellsehen ins Leben ein — nicht als Zirkusnummer, sondern als natürliches zusätzliches Wahrnehmungsorgan.


Vierte Methode: Wegwahl

Vor dem Verlassen des Hauses kann man fragen:

„Welcher Weg wird heute leichter sein?“
„Wo werde ich weniger Energie aufwenden müssen?“
„Wohin sollte ich besser gehen?“

Manchmal wählt ein Mensch plötzlich eine andere Route. Nicht, weil die Logik ihn darauf gebracht hätte, sondern weil in ihm ein Wissen entstanden ist.

Später stellt sich heraus: Auf dem üblichen Weg gibt es einen Stau, eine Warteschlange, eine unangenehme Begegnung, eine verschlossene Tür oder ein leeres Geschäft.

Das wird nicht immer spektakulär sein. Manchmal hilft Hellsehen einfach dabei, nicht in der Schlange für Kartoffeln zu landen. Aber auch das ist im Leben wertvoll. Spiritualität hin oder her — vierzig Minuten mit erleuchtetem Gesicht in einer Schlange zu stehen, ist ein zweifelhaftes Vergnügen.

Hellsehen sollte dabei helfen zu leben.
Kräfte zu sparen.
Einen klareren Weg zu wählen.
Unnötige Hindernisse zu vermeiden.
Den Raum besser zu spüren.


Fünfte Methode: der morgige Tag

Man kann mit der unmittelbaren Zukunft trainieren.

Setzt euch abends ruhig hin und fragt:

„Wie wird mein morgiger Tag sein?“

Schreibt aber keine allgemeinen Sätze auf:

„Es wird ein wichtiges Treffen geben“.
„Es wird eine Energie der Veränderung geben“.
„Ereignisse sind möglich“.

So kann man über jeden Tag schreiben, sogar über den Tag einer faulen Katze.

Es braucht konkrete Angaben.

Versucht zu sehen:

— mit wem das Gespräch stattfinden wird;
— welche Stimmung am Morgen herrschen wird;
— ob es eine Verzögerung geben wird;
— welche Person auftauchen wird;
— welches Thema zum wichtigsten wird;
— wo eine Überraschung wartet;
— welche Farbe, welcher Gegenstand, welcher Ort oder welches Bild hervorstechen wird.

Vergleicht am nächsten Tag eure Notizen mit den Ereignissen.

Sehr wichtig: Schimpft nicht mit euch wegen Fehlern.

Ein Fehler ist kein Scheitern.
Ein Fehler ist die Kalibrierung des Instruments.

Ihr lernt. Der Kanal wird allmählich klarer.

Hellsehen und die Genauigkeit der Anfrage

Es gibt ein Gesetz:

Je präziser die Anfrage, desto präziser die Antwort.​


Wenn ein Mensch fragt:
„Was wird aus meinem Leben?“ — kann das Bewusstsein in einem riesigen Feld von Möglichkeiten versinken.

Fragt er:
„Was ist morgen früh meine wichtigste Aufgabe?“ — wird die Antwort greifbarer.

Fragt er:
„Soll ich heute mit dieser Person Kontakt aufnehmen?“ — arbeitet der Kanal noch präziser.

Fragt er:
„Wie wird das Ergebnis dieses Gesprächs sein?“ — verengt sich das Feld.

Hellsehen ähnelt einem Strahl.
Je schmaler der Strahl, desto tiefer dringt er ein.


Raum und Zeit

Im mystischen Verständnis des Hellsehens ist Entfernung nicht das wichtigste Hindernis.

Der gewöhnliche Körper muss sich durch den Raum bewegen.
Für die Augen muss sich der Gegenstand vor ihnen befinden.
Für das Ohr muss der Schall als Welle ankommen.

Doch der Informationskanal funktioniert anders.

Für ihn ist die Abstimmung wichtiger als die Entfernung.

Der Gegenstand kann in der Nähe sein.
Er kann sich hinter einer Wand befinden.
Er kann weit entfernt sein.
Er kann mit einem vergangenen Ereignis verbunden sein.
Er kann mit einer zukünftigen Möglichkeit verbunden sein.

Die Frage ist nicht, wo sich etwas befindet.
Die Frage ist, wie genau sich das Bewusstsein eingestimmt hat.

Das Informationsfeld ähnelt keinem gewöhnlichen Raum. Dort gibt es keine Wände im herkömmlichen Sinn. Es gleicht eher einem riesigen lebendigen Raum, in dem alles eine Spur hinterlässt.

Ereignisse gehen vorüber, aber die Information über sie verschwindet nicht vollständig.

Wie eine Spur im Schnee verrät, wer vorbeigegangen ist, so hinterlässt auch ein Ereignis einen Abdruck im feinstofflichen Feld.

Die Aufgabe des Hellsehers besteht nicht darin zu fantasieren, sondern mit seiner Aufmerksamkeit genau die benötigte Spur zu treffen.

Warum eine reine Seele das Training nicht ersetzt

Viele denken:

„Wenn ich gut, lichtvoll und spirituell werde, wird sich das Hellsehen von selbst öffnen“.

Nein.

Reinheit hilft.
Ruhe hilft.
Ein gutes Herz hilft.
Doch sie ersetzen das Lernen nicht.

Selbst ein sehr reiner Mensch wird das Einmaleins nicht kennen, wenn er es nicht gelernt hat. Man kann ein Engel mit Rehaugen sein, aber wenn man nicht geübt hat, wird zweimal zwei trotzdem nicht auf goldenen Flügeln angeflogen kommen.

So ist es auch hier.

Hellsehen ist eine Fähigkeit.
Und eine Fähigkeit erfordert Training.

Kein Amulett.
Kein hübscher Anhänger.
Keine „geheime Einweihung in drei Tagen“.
Kein Zertifikat mit dem Siegel „Drittes Auge aktiviert, Garantie bis Montag“.

Es braucht Praxis.

Jeden Tag.
Ruhig.
Präzise.
Ohne Hysterie.
Ohne Hochmut.
Ohne den Wunsch, allen zu beweisen, dass ihr etwas Besonderes seid.

Wie man den Kanal nicht verliert

Es gibt einen wichtigen Punkt.

Wenn ein Mensch ein feines Signal empfängt und es ständig unterdrückt, wird der Kanal schwächer.

Er spürt etwas — glaubt aber nicht daran.
Spürt es erneut — und wischt es wieder beiseite.
Beim dritten Mal kommt ein Wissen, und der Mensch sagt: „Unsinn“.

Allmählich wird die innere Stimme leiser.

So funktioniert alles im Menschen.
Was wir benutzen, entwickelt sich.
Was wir nicht benutzen, schläft ein.

Muskeln werden ohne Bewegung schwach.
Das Gedächtnis wird ohne Übung trübe.
Die Aufmerksamkeit zerstreut sich ohne Praxis.
Hellsehen verschließt sich ohne Anwendung.

Deshalb muss man lernen, nicht nur ein Signal zu empfangen, sondern es auch zu achten.

Nicht blind glauben.
Sondern überprüfen.
Aufschreiben.
Vergleichen.
Schlussfolgerungen ziehen.

So wird der Kanal funktionsfähig.

Mehr noch: Macht alles so, wie es ein Kind tut — spielerisch!
Genau deshalb spielen die Praktizierenden in der Veretennikov-Schule dieses Spiel — Spiel — Entwicklung von Hellsehen und Geschäftsintuition

Spielen ist der beste Weg, jede Fähigkeit zu erwerben.


Hellsehen ist nichts für bloße Neugier

Es ist sehr wichtig zu verstehen: Hellsehen darf nicht nur aus müßiger Neugier entwickelt werden.

Schaut nicht dorthin, wo ihr nicht hinschauen solltet.
Dringt nicht in das Privatleben anderer ein.
Verwandelt diese Fähigkeit nicht in spirituelles Ausspionieren.

Möglichkeit und Moral sind verschiedene Dinge.

Ein Mensch kann lernen, mehr zu sehen. Doch das bedeutet nicht, dass er überall eindringen sollte, wo er nicht eingeladen wurde.

Ein echter Praktizierender hat eine innere Ethik.

Er fragt nicht aus Langeweile, sondern aus Notwendigkeit.
Nicht aus Machtstreben, sondern aus Verständnis.
Nicht zur Kontrolle, sondern für richtiges Handeln.
Nicht aus Stolz, sondern um des Lichts willen.

Andernfalls verwandelt sich Hellsehen nicht in eine spirituelle Fähigkeit, sondern in eine subtile Form der Gier.

Wozu Hellsehen entwickeln?

Das eigentliche Ziel des Hellsehens besteht nicht darin, Menschen zu beeindrucken.

Nicht Löffel zu verbiegen.
Nicht Karten für Applaus zu erraten.
Nicht den Nachbarn zu beweisen, dass ihr jetzt eine wandelnde Antenne für kosmisches WLAN seid.

Das Ziel liegt tiefer.

Hellsehen wird gebraucht, um:

— sich im Leben besser zu orientieren;
— Menschen zu spüren;
— die richtige Handlung zu wählen;
— verborgene Ursachen zu erkennen;
— Energie zu sparen;
— zu verstehen, wo der Weg offen und wo er versperrt ist;
— Wahrheit und Lüge zu unterscheiden;
— die Welt umfassender wahrzunehmen als nur durch die fünf gewöhnlichen Sinne.

Ein Mensch, bei dem dieser Kanal entwickelt ist, lebt in einer weiteren Welt.

Er sieht nicht nur die Oberfläche.
Er spürt die Unterströmungen der Ereignisse.
Er bemerkt, was andere übersehen.
Er beginnt zu verstehen, dass die Welt nicht an Haut, Augen und Ohren endet.

Es gibt noch einen weiteren Raum.

Feinstofflich.
Informativ.
Lebendig.
Still.
Doch für denjenigen sehr real, der gelernt hat, ohne Fantasie und ohne Angst in ihn einzutreten.


Kurze tägliche Übung

Ihr könnt so beginnen.

Nehmt euch jeden Tag 10–15 Minuten Zeit.

Setzt euch ruhig hin.
Schaltet unnötige Geräusche aus.
Atmet einige Male langsam ein und aus.
Schließt die Augen.

Sagt innerlich:

„Ich fantasiere nicht. Ich empfange präzise Informationen“.

Nehmt anschließend eine einfache Übung.

Heute — Karten mit Figuren.
Morgen — Buchstaben.
Übermorgen — Telefonanrufe.
Danach — der morgige Tag.
Dann — die Wegwahl.

Das Wichtigste ist, nicht sofort in die großen Geheimnisse des Universums zu springen.

Lernt zuerst, ein Kreuzchen auf einer Karte zu sehen.

Denn wenn ein Mensch einen Kreis nicht von einem Dreieck unterscheiden kann, ist es noch zu früh, die Chroniken von Atlantis zu lesen. Atlantis kann warten. Sie wartet ohnehin schon lange.

Das wichtigste Ergebnis

Hellsehen ist weder ein Märchen noch eine Verzierung des spirituellen Weges.

Es ist ein möglicher zusätzlicher Wahrnehmungskanal.

Doch er erfordert Reife.

Man muss lernen:

  1. präzise zu fragen,
  2. still zuzuhören,
  3. nicht zu fantasieren,
  4. zu überprüfen,
  5. Beobachtungen zu führen,
  6. das Signal zu achten,
  7. die Fähigkeit nicht zu missbrauchen,
  8. und ständig zu trainieren.

Der Mensch sieht nicht mit den Augen.
Die Augen übermitteln lediglich Licht.

Das echte Sehen entsteht tiefer.

Im Gehirn.
Im Bewusstsein.
In jener inneren Stille, in der die Information den Menschen zum ersten Mal berührt.

Und wenn dieser Kanal zu erwachen beginnt, wird die Welt anders.

Nicht, weil plötzlich Wunder in ihr erscheinen.

Sondern weil der Mensch endlich bemerkt:

Das Wunder war immer in der Nähe.
Er hat nur früher mit den Augen geschaut.

Autor des Artikels: Sergei Veretennikov
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Fortsetzung.

Mit dem Gehirn sehen: eine verborgene Fähigkeit der menschlichen Wahrnehmung

Es gibt Erkenntnisse, die von der traditionellen Wissenschaft schnell anerkannt werden.
Es gibt Erkenntnisse, die sie jahrzehntelang überprüft.
Und es gibt Phänomene, bei denen sie bislang meist ratlos die Hände hebt, sich abwendet oder sagt: „Das kann nicht sein.“

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Doch wenn etwas nicht in das vertraute Weltbild passt, bedeutet das noch lange nicht, dass es nicht existiert.


Der menschliche Organismus ist weitaus komplexer, als man gewöhnlich denkt. Wir sind daran gewöhnt zu glauben, dass wir nur mit den Augen sehen. Dass das Sehen ausschließlich die Arbeit der Netzhaut, des Sehnervs und des Gehirns ist. Doch alte spirituelle Traditionen, Mystiker, Yogis, Heiler und Forscher ungewöhnlicher menschlicher Fähigkeiten sprachen von etwas anderem: Der Mensch ist in der Lage, die Welt nicht nur mit den physischen Sinnesorganen wahrzunehmen.


Manchmal wird dies alternatives Sehen genannt.
Manchmal Hautsehen.
Manchmal Sehen mit dem Gehirn.
Und in einem tieferen Sinne das Erwachen des inneren Sehens.


Und hier beginnt ein sehr interessantes Gebiet.


Kinder sehen leichter

Nach den Beobachtungen vieler Praktizierender zeigen sich solche Fähigkeiten bei Kindern am leichtesten.


Besonders bei Kindern bis etwa zum Alter von 12 Jahren. Manchmal bis zum Alter von 15–17 Jahren. Ihre inneren Wahrnehmungskanäle sind noch nicht so stark verschlossen. Sie werden weniger von den Überzeugungen der Erwachsenen erdrückt und sind weniger von der Angst belastet: „Das darf man nicht“, „So etwas gibt es nicht“, „Das ist unmöglich“.


Einem Kind muss man oft nicht lange etwas erklären.
Es genügt, entsprechende Bedingungen zu schaffen, ihm eine spezielle undurchsichtige Maske aufzusetzen – und schon beginnt es, Gegenstände, Farben, Formen und Bewegungen wahrzunehmen.


Nicht immer sofort vollkommen.
Nicht immer klar.
Doch allein die Tatsache, dass ein Kind ohne gewöhnliches Sehen etwas zu unterscheiden beginnt, regt zum Nachdenken an.


Ein erwachsener Mensch ist anders beschaffen. Er hat viele Jahre ausschließlich durch die physischen Augen gelebt. Sein Gehirn hat sich an einen einzigen Wahrnehmungskanal gewöhnt. Die inneren Mechanismen scheinen lange nicht funktioniert zu haben, verstaubt und eingeschlafen zu sein.


Beim Kind ist dieser innere Mechanismus dagegen noch nicht endgültig blockiert.


Warum es Erwachsenen schwerer fällt

Ein erwachsener Mensch steht sich oft selbst im Weg.


Er setzt die Maske auf – und sofort beginnt der innere Lärm:


„Was, wenn ich nichts sehe?“
„Was, wenn das Unsinn ist?“
„Was, wenn ich mich selbst täusche?“
„Was, wenn man mich auslacht?“
„Was, wenn ich einfach nur rate?“


Und das war’s. Der Kanal schließt sich.


Das innere Sehen mag keine grobe Anspannung. Es öffnet sich nicht durch Gewalt. Man kann es nicht wie eine Festung im Sturm erobern. Es gleicht eher einer feinen Saite: Drückt man zu stark, verschwindet der Klang.


Beim erwachsenen Menschen ist die natürliche Fähigkeit zur feinen Wahrnehmung oft schon unterdrückt. Doch unterdrückt bedeutet nicht zerstört.


Wenn ein Mensch einst leuchtende Bilder sehen konnte, Farben gut empfand, sich Gegenstände leicht vorstellte, eine starke Fantasie hatte, ungewöhnliche Träume sah, Menschen und Räume spürte – dann besteht eine Chance auf Entwicklung.


Das Wichtigste ist, sich nicht zu zerbrechen, sondern sich allmählich zu erinnern.

Autor des Artikels: Sergej Veretennikov
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Sehen mit dem Gehirn ist kein gewöhnliches Sehen

Es ist wichtig zu verstehen: Es geht nicht darum, dass der Mensch „mit den Augen durch die Maske hindurchschaut“.


Nein.


Wenn die Maske richtig angefertigt ist, dringt kein Licht hindurch. Die physischen Augen erhalten keine gewöhnliche visuelle Information. Und dennoch kann der Mensch beginnen, die Form, Farbe, Position eines Gegenstands, seine Silhouette und Bewegung wahrzunehmen.


Das bedeutet, dass ein anderer Mechanismus aktiviert wird.


Man könnte es so sagen: Die Augen werden in diesem Prozess weniger zu einem Empfänger als zu einer inneren Leinwand. Das Bild scheint nicht von außen, sondern im Inneren zu entstehen. Der Mensch sieht nicht mit den Augen – er nimmt mit dem Gehirn wahr.


Bei manchen fühlt sich das wie ein Bild vor den Augen an.
Bei anderen wie ein Fleck, eine Farbe oder ein Umriss.
Bei wieder anderen wie ein Wissen: „Dort ist etwas Rotes“, „Dort ist ein Kreis“, „Dort ist ein Mensch“.
Bei manchen wie ein körperliches Gefühl: Wärme, Kribbeln, Anziehung oder Abstoßung.


Deshalb darf man nicht von allen dasselbe Ergebnis erwarten. Jeder findet seinen eigenen Zugang zu dieser Wahrnehmung.


Das dritte Auge und das Zentrum des Gehirns

In der spirituellen Tradition wird der Bereich zwischen den Augenbrauen als Bereich des dritten Auges bezeichnet. In der Praxis ist jedoch nicht nur der Raum zwischen den Augenbrauen wichtig, sondern ein tieferes Zentrum – ein Bereich im Inneren des Kopfes, ein zentraler Punkt des Gehirns, der mit feiner Wahrnehmung verbunden ist.


Man kann von der Zirbeldrüse sprechen.
Man kann vom Zentrum des inneren Sehens sprechen.
Man kann vom spirituellen Bildschirm des Bewusstseins sprechen.


Die Bezeichnungen sind verschieden, doch der Kern ist derselbe: Der Mensch besitzt ein inneres Wahrnehmungsorgan, das erweckt werden kann.


Interessant ist, dass bei der Arbeit mit einer Maske der Bereich des Nasenrückens und zwischen den Augenbrauen nicht eingeengt sein sollte. Wenn die Maske zu tief auf den Nasenrücken drückt oder den Bereich des dritten Auges bedeckt, kann sich die Wahrnehmung verschlechtern.


Als müsste dieses Zentrum „atmen“.
Es mag keinen Druck.
Es braucht Raum.


Eine Maske zum Üben

Für solche Erfahrungen verwendet man eine undurchsichtige Maske. Sie sollte eng am Gesicht anliegen und kein Licht durchlassen.


Man kann fertige Spezialmasken verwenden, aber auch eine einfache Trainingsmaske selbst anfertigen.


Geeignet sind fester Kunststoff, zum Beispiel aus einer Aktenmappe, dunkles Material, weicher Schwamm an den Rändern für den Abschluss am Gesicht sowie ein Gummiband zur Befestigung.


Die wichtigste Bedingung ist vollständige Lichtundurchlässigkeit.


Das lässt sich ganz einfach überprüfen: Setzen Sie die Maske auf und vergewissern Sie sich, dass nirgends Licht eindringt. Auf Wunsch kann man seitlich eine kleine Lichtquelle verwenden: Wenn Licht ins Innere gelangt, muss die Maske nachgebessert werden.


Wichtig ist jedoch, die Übung nicht in einen Kampf mit der Maske zu verwandeln. Die Maske ist kein magischer Gegenstand. Sie ist lediglich ein Werkzeug, das das gewöhnliche Sehen ausschaltet, damit der Mensch beginnen kann, nach einem anderen Wahrnehmungskanal zu suchen.


Wie die Wahrnehmung beginnt

Bei Kindern kann dies fast sofort geschehen.
Bei Erwachsenen geschieht es meist allmählich.


Zuerst sieht der Mensch keinen Gegenstand, sondern einen undeutlichen Fleck.
Dann entsteht ein Gefühl für die Farbe.
Dann ein Umriss.
Dann eine Richtung.
Dann stellt sich eine stabilere Wahrnehmung ein.


Manchmal sagt der Mensch:


„Ich sehe nichts, aber ich spüre es.“
„Als wäre dort etwas Helles.“
„Als wäre rechts etwas.“
„Als hätte sich ein Streifen gezeigt.“
„Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, das ist die Farbe Gelb.“


Und hier ist es wichtig, nicht zu lachen, keinen Druck auszuüben und keine Genauigkeit zu verlangen. In den ersten Phasen ist das innere Sehen sehr zerbrechlich. Es gleicht einem Keimling, der gerade erst die Erde durchbricht.


Wenn man ihn sofort mit Zweifeln zertritt, wird er nicht wachsen.


Farbe als Energie

Einer der Wege zur Entwicklung ist die Arbeit mit Farben.


Jede Farbe hat nicht nur eine visuelle Qualität, sondern auch eine eigene energetische Natur. Rot fühlt sich anders an als Blau. Gelb anders als Grün. Weiß anders als Schwarz.


Für einen erwachsenen Menschen kann es manchmal leichter sein, eine Farbe nicht zuerst zu „sehen“, sondern sie zunächst zu spüren.


Zum Beispiel:


Rot kann sich als Wärme, Dichte oder Druck anfühlen;
Blau als Kühle, Tiefe oder Stille;
Gelb als sanftes Leuchten, Aktivität oder Bewegung;
Grün als Sanftheit, Gleichgewicht oder lebendiges Feld.


Man sollte dies nicht als starres Schema verstehen. Jeder kann seine eigenen Empfindungen haben. Doch wenn man regelmäßig mit Farben arbeitet, beginnt das Gehirn, eine Verbindung zwischen dem energetischen Gefühl und dem inneren Bild herzustellen.


So entsteht allmählich ein neues Sehen.


Eine einfache Übung zur Entwicklung des inneren Sehens

Setzen Sie sich ruhig hin.
Am besten in der Stille.


Schließen Sie die Augen oder setzen Sie eine undurchsichtige Maske auf.


Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit zunächst auf den Körper. Spüren Sie Hände, Finger, Gesicht und Atem. Überstürzen Sie nichts. Das innere Sehen mag keine Hektik.


Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dann in die Mitte des Kopfes. Nicht oberflächlich auf die Stirn, sondern tiefer – als gäbe es im Inneren des Kopfes einen stillen, leuchtenden Punkt.


Sie müssen sich nicht anstrengen. Halten Sie dort einfach Ihre Aufmerksamkeit.


Stellen Sie sich vor, dass sich von oben, aus dem Kosmos, ein blau-himmelblauer Lichtstrom herabsenkt. Er tritt durch den Scheitel ein, umspült sanft die Mitte des Kopfes, durchströmt den ganzen Körper und fließt nach unten.


Dieser Strom übt keinen Druck aus.
Er reinigt.
Er stimmt ein.
Er scheint den inneren Bildschirm zu spülen.


Sitzen Sie einige Minuten so.


Danach können Sie eine farbige Karte nehmen oder eine andere Person bitten, Ihnen einen Gegenstand zu zeigen. Versuchen Sie nicht, mit den Augen zu sehen. Achten Sie auf das erste feine Gefühl.


Welche Farbe ist es?
Wo befindet sich der Gegenstand?
Ist er hell oder dunkel?
Rund oder kantig?
Fühlt er sich warm oder kalt an?


Notieren Sie Ihre ersten Eindrücke. Genau die ersten. Danach schaltet sich der Verstand ein und beginnt zu widersprechen.


Und der Verstand ist bei solchen Übungen ein großer Kritiker, aber ein schlechter Hellseher.


Die wichtigste Bedingung ist Regelmäßigkeit

Wenn Sie einmal pro Woche üben und die Praxis an den übrigen sechs Tagen völlig vergessen, wird das Ergebnis schwach ausfallen.


Solche Fähigkeiten entwickeln sich durch ständige, sanfte Aufmerksamkeit.


Besser ein wenig, aber häufig.


5–10 Minuten täglich bringen mehr als seltene heroische Versuche von einer Stunde.


Das innere Sehen ist kein Trick.
Keine Zirkusnummer.
Keine Unterhaltung für ein Publikum.


Es ist die Entwicklung von Gehirn, Bewusstsein und feiner Wahrnehmung.


Wozu braucht der Mensch das?

Man könnte fragen: Warum sollte man eine solche Wahrnehmung überhaupt entwickeln?


Nicht, um Menschen zu beeindrucken.
Nicht, um jemandem die eigene Besonderheit zu beweisen.
Nicht, um „etwas Besonderes“ zu werden.


Der wahre Sinn liegt tiefer.


Wenn der Mensch beginnt, mit dem Gehirn zu sehen, beginnt er zu verstehen: Die Welt ist größer, als sie scheint. Wir leben nicht nur in dichter Materie. Wir sind von Feldern, Energien, Bildern, Schwingungen und unsichtbaren Verbindungen umgeben.


Eine solche Entwicklung verändert die Einstellung zu sich selbst.
Der Mensch hört auf, sich lediglich als Körper zu betrachten.
Er beginnt zu spüren, dass in ihm ein gewaltiges verborgenes Potenzial liegt.


Und vielleicht ist dies erst der erste Schritt.


Zuerst lernt der Mensch, unter der Maske Farben wahrzunehmen.
Dann die Energie eines Gegenstands.
Dann den Zustand eines Raumes.
Dann feine Signale des Körpers.
Dann Träume, Bilder, Vorahnungen und innere Hinweise.


So eröffnet sich der Weg zu einem umfassenderen Bewusstsein.


Man sollte sich vor dem Ungewöhnlichen nicht fürchten

Menschen fürchten sich oft vor dem, was nicht in das Vertraute passt.


Doch einst erschien auch die Elektrizität wie ein Wunder.
Radiowellen waren unsichtbare Fantastik.
Der Flug des Menschen in den Himmel galt als unmöglich.
Und heute ist all das Teil des gewöhnlichen Lebens.


Vielleicht ist das innere Sehen eine ebenso verborgene Fähigkeit des Menschen, die erst noch verstanden, erforscht und richtig entwickelt werden muss.


Nicht alles, was wirklich ist, wurde bereits erklärt.
Nicht alles, was nicht erklärt ist, ist eine Lüge.


Der Mensch ist kein verschlossenes Buch.
Er ist eher ein Tempel, in dem viele Türen noch nicht geöffnet wurden.


Und eine dieser Türen führt zu der Fähigkeit, nicht mit den Augen, sondern mit dem Bewusstsein zu sehen.
Mit dem Gehirn zu sehen.
Mit dem inneren Licht zu sehen.


Und vielleicht werden wir eines Tages verstehen:
Blind war nicht derjenige, der nicht mit den Augen sah,
sondern derjenige, der glaubte, der Mensch besitze außer den Augen nichts weiter.


Autor des Artikels: Sergej Veretennikov
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Веретенников Сергей Веретенников Сергей , ich danke Ihnen für diesen so ausführlichen Plan zur Entwicklung der Hellsichtigkeit und die Erläuterungen dazu. Ich möchte ihn nutzen, weil sich derzeit sogar die Psychologie in diese Richtung entwickelt – und zwar sehr erfolgreich, mit einer schnellen und zu 100 % wirksamen Wirkung der Sitzungen. Als Grundlage der Arbeit dienen Aufstellungen nach Hellinger, bei denen man die Ursachen psychologischer Probleme und von Problemen in verschiedenen Lebensbereichen nicht nur auf der Ebene dieses Lebens, sondern auch in Reinkarnations-, Familien- und anderen Systemen erkennen (ich werde sie nicht beschreiben), aufspüren und beseitigen kann, da sie das gegenwärtige Leben stark beeinflussen. Ich habe Sitzungen in dieser Richtung besucht und für mich verstanden, dass ich eine feinere Sensibilität entwickeln muss, weil ich solche Menschen unter den Psychologen und den Stellvertretern der Figuren während der Sitzung gesehen habe. Ein sehr nützliches Werkzeug für das alltägliche Leben, um es sicherer und mit weniger Problemen zu gestalten.
 

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OM Shanti, vielen Dank für die sehr ausführliche Darstellung zur Hellsichtigkeit. Alles stimmte mit meiner Wahrnehmung überein.
Was das Erraten der richtigen Information betrifft, ohne die genaue Antwort zu kennen: Ich begann im Alter von 15 Jahren zu üben. Damals kauften mir meine Eltern Lernkarten zu Physik und Chemie mit Fragen, und man musste die richtige Antwort auswählen. Es waren rote und grüne Blinklichter. An ihnen lernte ich, die richtige Antwort zu erraten. Niemand hat mich das gelehrt. Stille, der erste Impuls. Sanft, ohne Anspannung. Im Leben war diese Methode bei Prüfungen nützlich. Ich zog die richtigen Karten, deren Stoff ich besser kannte. Und auch unter verschiedenen Umständen.
Wichtig! Eine klare Frage, wie der Lehrer schreibt.

Neulich gab es einen solchen Fall. Meine Tochter und ich gingen spazieren und nahmen verschiedene Wege und Straßen, auf denen wir normalerweise nicht unterwegs sind. Als wir jedoch hinuntergingen, schoss mir der Satz durch den Kopf: „Der Sohn wird diese Straße entlanggehen.“ Ein Dialog setzte ein: Wie ist das möglich, schließlich wird der Sohn nach dem Training nach Hause gehen, und diese Straße ist weit von uns entfernt. „Nach drei Minuten treffen wir unerwartet unseren Sohn.
Solche Momente gab es häufig, oder ich sah eine Bekannte. Zuvor gab es immer eine Warnung bzw. ein Signal.

Ich habe wieder begonnen, mit Karten mit Figuren und Buchstaben zu trainieren. Das Ergebnis war gestern nicht schlecht: 5 verschiedene Figuren. Von 20 Versuchen habe ich 3-mal nicht richtig geraten. Ich werde weiter üben.
Ausgezeichnete Übungen zur Entwicklung der Intuition und Hellsichtigkeit.
 

Веретенников Сергей

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Сергей Васильевич

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Веретенников Сергей

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Mit geschlossenen Augen sehen: Das Erwachen des inneren Wahrnehmungskanals

Es gibt Fähigkeiten, von denen der Mensch wie von einem Wunder hört.
Doch manchmal ist ein Wunder keine Verletzung der Naturgesetze, sondern die Entdeckung von Gesetzen, die wir noch nicht zu verstehen gelernt haben.


Der Mensch ist daran gewöhnt, durch fünf Sinnesorgane zu leben.


Die Augen zeigen die Form.
Die Ohren übermitteln den Klang.
Die Nase erkennt Gerüche.
Die Haut spürt Berührungen.
Die Zunge erkennt den Geschmack.


Und es scheint, als wäre das alles.


Doch es gibt eine andere Wahrnehmung – tiefer und innerer. Sie hängt nicht vollständig von den Augen, Ohren und anderen gewohnten Sinnesorganen ab. Man kann sie direkte Informationswahrnehmung nennen. Oder einfacher: die Fähigkeit, Informationen direkt zu empfangen.


Eine der eindrucksvollsten Erscheinungsformen dieses Kanals ist die Fähigkeit, mit geschlossenen Augen zu sehen.


Doch eines muss sofort klar sein: Das ist kein Trick.
Keine Unterhaltung.
Keine Möglichkeit, Nachbarn, Verwandte und zufällige Zuschauer zu verblüffen.


Es ist weit ernster.


Es ist eine Möglichkeit, dem Menschen zu zeigen, dass sein Gehirn und sein Bewusstsein über ein weitaus größeres Potenzial verfügen, als er zu denken gewohnt ist.

Der Mensch sieht nicht mit den Augen

Wenn wir sagen „Ich sehe“, meinen wir gewöhnlich die Augen. Doch die Augen selbst verstehen nichts. Sie nehmen lediglich Licht auf und leiten das Signal weiter.


Das eigentliche Sehen findet im Gehirn statt.


Das Gehirn empfängt Daten, vergleicht sie mit bereits gespeicherten Bildern und erkennt: Das ist ein Gesicht, ein Baum, ein Tisch, ein Apfel, ein Buchstabe, eine Farbe.


Von Geburt an sammelt der Mensch eine riesige Datenbank von Bildern. Er lernt, das Gesicht seiner Mutter, die Gegenstände um sich herum, Geräusche, Formen, Bewegungen und Gerüche zu erkennen. Allmählich wird die Welt verständlich.


Wenn man einem Menschen einen Gegenstand zeigt, den er noch nie gesehen hat, wird er dennoch Details bemerken: Form, Material, Linien, Licht, Farbe und Größe. Benennen kann er den Gegenstand jedoch erst, wenn das entsprechende Bild in seiner inneren Datenbank vorhanden ist.


So funktioniert das gewöhnliche Sehen.


Doch was, wenn das Gehirn in der Lage ist, ein Bild nicht nur durch die Augen zu empfangen?


Was, wenn die Augen nicht die einzige Tür sind?

Das Zentrum der direkten Wahrnehmung

Man kann sich vorstellen, dass im Menschen ein besonderes inneres Zentrum existiert, das Informationen direkt empfangen kann. Nicht durch die Netzhaut, nicht durch das Trommelfell, nicht durch körperliche Berührung, sondern unmittelbar – im Bewusstsein.


Wenn dieses Zentrum schläft, ist der Mensch vollständig von den gewöhnlichen Sinnesorganen abhängig.


Sind die Augen geschlossen, sieht er nicht.
Hören die Ohren nichts, verliert er den Ton.
Ist ein Gegenstand weit entfernt, ist er unerreichbar.
Befindet sich eine Wand zwischen Mensch und Objekt, ist das gewöhnliche Sehen machtlos.


Doch wenn der innere Kanal zu arbeiten beginnt, verändert sich die Wahrnehmung.


Informationen können anders eintreffen als gewöhnlich. Sie können als Bild, als Wissen, als Empfindung von Farbe, Form, Richtung oder Zustand erscheinen. Der Mensch blickt scheinbar nicht mit den Augen und erhält dennoch Informationen.


Dann sind geschlossene Augen keine vollständige Dunkelheit mehr.


Sie werden zu einer Stille, in der ein anderes Wahrnehmungsorgan zu sprechen beginnt.

Warum es Kindern leichter fällt

Bei Kindern setzt dieser Prozess oft schneller ein.


Warum?


Weil das Kind sein Gehirn noch nicht endgültig in einen eisernen Käfig aus „Das darf man“ und „Das darf man nicht“ gesperrt hat.


Der Erwachsene weiß:
Mit geschlossenen Augen kann man nicht sehen;
durch eine Maske kann man nicht sehen;
hinter einer Wand kann man nicht sehen;
in die Ferne kann man nicht sehen.


Und wenn man ihm vorschlägt, es zu versuchen, geht sein eigenes Gehirn sofort in die Verteidigung des alten Weltbildes:


„Das kann nicht sein.“
„Das ist unmöglich.“
„Das widerspricht meiner Erfahrung.“
„Ich bin doch ein ernsthafter erwachsener Mensch, ich darf mich nicht auf solche Märchen einlassen.“


Ein Kind lebt näher am Wunder. Seine Welt ist noch nicht endgültig verschlossen. Man kann ihm sagen: „Du hast ein inneres Sehen“, und es wird nicht mit der Evolution, dem Lehrbuch und Onkel Kolja streiten, der „das alles schon erlebt hat“.


Es wird es einfach versuchen.


Und oft öffnet gerade dieses „Es wird es einfach versuchen“ die Tür.


Für einen Erwachsenen ist es nicht schwieriger, weil er schlechter ist, sondern weil er zu gut auf die Unmöglichkeit geschult wurde.


Zuerst muss man ihm weniger das Sehen beibringen, als vielmehr sein Gehirn davon überzeugen, dass eine solche Wahrnehmungsweise überhaupt zulässig ist.

Geschlossene Augen als Beginn des Weges

Das Sehen mit geschlossenen Augen ist kein Endziel.


Es ist eine Tür.


Durch sie kann man dem Menschen zeigen:
„Sieh, du kannst Informationen auf eine andere Weise empfangen.“


Wenn ein Mensch durch eine dichte Maske hindurch Farbe, Form, Gegenstand, Buchstaben oder Bewegung erkennt, beginnt seine innere Überzeugung zu zerbrechen. Die alte Regel „Ich sehe nur mit den Augen“ ist nicht länger absolut.


Dann entsteht Raum für weitere Entwicklung.


Denn wenn das Gehirn visuelle Informationen ohne das gewöhnliche Sehen empfangen konnte, bedeutet das, dass man diesen Kanal noch tiefer trainieren kann.


Man kann lernen, nicht nur farbige Karten, sondern auch den Zustand einer Situation wahrzunehmen.
Nicht nur Gegenstände, sondern auch die Richtung einer Handlung.
Nicht nur die äußere Welt, sondern auch die verborgenen Ursachen des Geschehens.

Wozu das nötig ist

Die einfachste Antwort lautet: damit der Mensch genauer wird.


Unser ganzes Leben besteht aus einer ständigen Wahl.


Wohin soll man gehen?
Mit wem soll man sprechen?
Welche Entscheidung soll man treffen?
Soll man den Vertrag unterschreiben?
Soll man einem Menschen vertrauen?
Welchen Weg soll man wählen?
Wo wird es weniger Hindernisse geben?
Was geschieht gerade wirklich?


Gewöhnlich trifft das Gehirn Entscheidungen auf Grundlage der Informationen, die ihm die Sinnesorgane und die vergangene Erfahrung liefern. Doch die Sinnesorgane sind begrenzt.


Das Auge kann eine Gefahr übersehen.
Das Ohr kann ein wichtiges Signal nicht hören.
Die Logik kann einen verborgenen Faktor unberücksichtigt lassen.
Die Erfahrung kann veraltet sein.


ChatGPT Image 12 мая 2026 г., 10_27_44.jpg



Der Mensch irrt sich oft nicht, weil er dumm ist, sondern weil ihm unvollständige Informationen vorliegen.


Wenn der innere Wahrnehmungskanal zu arbeiten beginnt, erhält der Mensch eine zusätzliche Datenquelle.


Nicht anstelle des Verstandes.
Nicht anstelle der Erfahrung.
Nicht anstelle gewöhnlicher Aufmerksamkeit.


Sondern gemeinsam mit ihnen.


Ein solcher Mensch kann den richtigen Moment feiner spüren, Menschen besser verstehen, Handlungen genauer wählen und Kräfte sparen.


Manchmal zeigt sich das ganz einfach: Plötzlich versteht der Mensch, auf welcher Strecke er besser fahren sollte. In welches Geschäft er gehen sollte. Mit wem er heute kein Gespräch beginnen sollte. Welches Angebot er nicht annehmen sollte.


Manchmal ist es ernster: Er spürt, dass ein Vertrag gefährlich ist, ein Treffen ein verborgenes Risiko birgt oder ein Mensch das eine sagt, innerlich aber etwas anderes meint.


Die innere Wahrnehmung ist kein Spielzeug. Sie ist eine Möglichkeit, aufmerksamer zu leben.

Warum daraus kein Zirkus werden sollte

Jede feine Fähigkeit verkümmert schnell, wenn ein Mensch sie aus Eitelkeit nutzt.


„Seht, was ich kann.“
„Prüft mich.“
„Ich werde jetzt alle verblüffen.“
„Ich bin etwas Besonderes.“


So beginnt kein spiritueller Weg, sondern das Tourneeprogramm eines kleinen Egos mit einer großen Trommel.


Eine echte Fähigkeit sollte zu Klarheit, Hilfe, Entwicklung und Verständnis führen, nicht zu einem Spektakel.


Wenn ein Mensch gelernt hat, mit geschlossenen Augen zu sehen, macht ihn das noch nicht weise. Es zeigt nur, dass sich in ihm ein zusätzlicher Kanal geöffnet hat. Wie er damit umgeht, ist eine Frage der Reife.


Inneres Sehen ohne Ethik kann zu gefährlicher Neugier werden.
Inneres Sehen ohne Disziplin kann zur Fantasie werden.
Inneres Sehen ohne Überprüfung kann zur Selbsttäuschung werden.


Deshalb sollte der Weg ruhig, ehrlich und präzise sein.

Wie man diese Fähigkeit entwickelt

Man sollte nicht mit großen Aufgaben beginnen.


Man muss nicht sofort versuchen, durch Wände zu sehen, eine Zeitung auf einem anderen Kontinent zu lesen oder die Geheimnisse des Universums zu erfahren. Das Universum wird warten. Es ist ohnehin sehr geduldig – es hat Milliarden Jahre gewartet, bis wir aufhören, Spiritualität mit einer eindrucksvollen Pose zu verwechseln.


Man sollte klein anfangen.

1. Den Körper beruhigen

Setzen Sie sich vor der Übung ruhig hin.
Schalten Sie überflüssige Geräusche aus.
Schließen Sie die Augen.
Atmen Sie einige Male langsam ein und aus.


Der Körper muss verstehen: Jetzt geht es nicht um Kampf, Beweis oder Prüfung. Jetzt geht es um Abstimmung.


Wenn im Inneren Unruhe herrscht, wird das feine Signal untergehen.

2. Eine präzise Frage formulieren

Fragen Sie nicht vage:
„Was sehe ich?“
„Was ist dort?“
„Welche Information wird eintreffen?“


Fragen Sie konkret:


„Welche Farbe hat die Karte?“
„Welche Figur ist abgebildet?“
„Welcher Buchstabe steht dort?“
„Welcher Gegenstand liegt vor mir?“


Eine präzise Frage bündelt die Aufmerksamkeit zu einem Strahl.


Eine vage Frage dagegen verwandelt das Bewusstsein in einen Raum, in dem gleichzeitig zehn Menschen und ein Papagei sprechen.

3. Karten verwenden

Die einfachste Übung zu Hause sind Karten mit Farben oder Figuren.


Man kann mehrere gleiche Karten vorbereiten:


Kreis,
Quadrat,
Dreieck,
Kreuz.


Oder farbige Blätter:


rot,
blau,
grün,
gelb.


Mischen Sie sie.
Legen Sie eine Karte vor sich.
Schließen Sie die Augen oder verwenden Sie eine dichte Augenbinde.
Fragen Sie innerlich: „Was ist auf der Karte?“


Spannen Sie sich nicht an. Erzwingen Sie keine Antwort. Stellen Sie sich nichts absichtlich vor.


Warten Sie auf die erste feine Rückmeldung.


Es kann ein Bild sein.
Es kann ein Wort sein.
Es kann ein Farbblitz sein.
Es kann ein Gefühl für eine Form sein.
Es kann ein leises Wissen sein.


Notieren Sie die Antwort.
Überprüfen Sie sie.
Machen Sie weiter.


Das Wichtigste ist nicht ein einziger Versuch, sondern eine Reihe von Versuchen. Nur so lässt sich erkennen, wo Zufall vorliegt und wo der Kanal allmählich zu erwachen beginnt.

4. Dem ersten Signal nicht widersprechenSehr oft kommt die erste Antwort leise.


Dann mischt sich der Verstand ein:


„Nein, wahrscheinlich ist es nicht so.“
„Was, wenn das Fantasie ist?“
„Vielleicht sollte ich etwas anderes wählen?“
„Ich glaube, dort ist ein Quadrat, aber ich sage Kreis.“


Und der Mensch verliert das Signal.


Zu Beginn der Übung ist es wichtig, gerade den ersten klaren Impuls wahrzunehmen. Er wird nicht immer richtig sein, aber mit ihm muss man arbeiten.


Später werden Sie lernen, echte Wahrnehmung von Rauschen zu unterscheiden. Zuerst müssen Sie jedoch überhaupt hören, wie dieses Signal klingt.

5. Überprüfen, statt blind zu glauben

Bei dieser Übung darf man sich nicht allein auf Inspiration stützen.


Überprüfung ist notwendig.


Andernfalls beginnt der Mensch schnell, in einer Welt seiner Fantasien zu leben und nennt das Hellsehen.


Der echte Weg ist einfacher und strenger:


Information empfangen,
notieren,
überprüfen,
Schlussfolgerungen ziehen,
weitermachen.


Fehler sind nicht schlimm. Sie werden gebraucht. Durch Fehler wird der Kanal justiert.


Schlimmer ist, wenn ein Mensch sich irrt, dies aber nicht sehen will.

Inneres Sehen und blinde Menschen

Eine solche Methode kann für Menschen mit Sehproblemen von besonderer Bedeutung sein. Die Idee besteht darin, dass eine Schädigung der Augen die Möglichkeit der Wahrnehmung nicht unbedingt vollständig verschließt, wenn das Gehirn visuelle Informationen nicht nur über die Augen empfangen kann.


Hier muss man jedoch sehr vorsichtig formulieren.


Dies ist keine medizinische Garantie.
Kein Heilversprechen.
Kein Ersatz für Ärzte, Diagnostik und Behandlung.


Es handelt sich um eine Übungsrichtung zur Entwicklung zusätzlicher Wahrnehmungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse können bei verschiedenen Menschen unterschiedlich ausfallen. Das gilt besonders für Menschen, die von Geburt an nie gesehen haben: Ihnen fehlt möglicherweise die gewohnte Grundlage visueller Bilder, und es fällt dem Gehirn schwerer, das Eintreffende zu erkennen.


Information zu erhalten ist das eine.
Zu verstehen, was man genau wahrnimmt, ist etwas anderes.


Wenn einem Menschen ein inneres Archiv visueller Bilder fehlt, muss er nicht nur lernen, ein Signal zu empfangen, sondern es auch zu erkennen.


Das ist bereits eine tiefere und feinere Arbeit.

Die innere Welt und Genesung

Es gibt noch eine wichtige Facette der direkten Wahrnehmung.


Wenn ein Mensch Informationen aus der äußeren Welt direkt empfangen kann, warum sollte er dann keine Informationen aus der inneren Welt empfangen können?


Aus seinem Körper.
Aus dem Unterbewusstsein.
Aus den tiefen Programmen, die den Zustand der Organe, Gewohnheiten, Reaktionen, Ängste und angestauten Stress steuern.


Aus dieser Sicht kann der innere Kanal nicht nur zur Wahrnehmung äußerer Objekte, sondern auch zur Selbsterkenntnis genutzt werden.


Der Mensch schließt die Augen – und beginnt, nach innen zu schauen.


Wo ist die Anspannung?
Wo liegt die Schmerzquelle?
Welche Emotion ist stecken geblieben?
Welche Angst liegt unter dem Symptom?
Welche alte Erinnerung beeinflusst den Körper?
Welche familiäre oder generationenübergreifende Geschichte wiederholt sich durch den Zustand des Menschen?


Hier ist es wichtig, nicht in gefährliche Extreme zu verfallen. Krankheiten müssen verantwortungsvoll behandelt werden – mit Ärzten, Untersuchungen und gesundem Menschenverstand. Die innere Wahrnehmung kann einem Menschen jedoch helfen, sich selbst, seine Reaktionen, seinen Stress und seine verborgenen Ursachen besser zu verstehen.


Manchmal spricht der Körper durch Schmerz aus, was die Seele lange nicht hören wollte.


Und wenn ein Mensch lernt, tiefer auf sich selbst zu hören, kann er beginnen, seine Lebensweise, Ernährung, seinen Schlaf, seinen Umgang mit Stress, seine inneren Einstellungen und emotionalen Reaktionen zu verändern.


Nicht magisch nach dem Motto „Finger geschnippt – alles vorbei“.
Sondern bewusst: Ursache erkannt, Zusammenhang verstanden, mit der Arbeit begonnen.

Der Wunsch als Schlüssel

Um eine solche Fähigkeit zu entfalten, reicht bloße Neugier nicht aus.


Es braucht einen Wunsch.


Keinen launischen: „Na, überraschen Sie mich.“
Keinen trägen: „Machen Sie mich zum Zauberer.“
Keinen konsumorientierten: „Ich habe bezahlt, jetzt öffnen Sie mir das dritte Auge und verpacken Sie es mit einer Schleife.“


Sondern einen echten inneren Wunsch:


„Ich möchte mich entwickeln.“
„Ich möchte tiefer sehen.“
„Ich möchte mit mir selbst arbeiten.“
„Ich bin bereit zu trainieren.“
„Ich bin bereit zu überprüfen.“
„Ich bin bereit, meine Wahrnehmung zu verändern.“


Ohne dies steht sich der erwachsene Mensch oft selbst im Weg.


Bewusst sagt er: „Ich will.“
Doch tiefer in ihm sitzt Widerstand: „Nein, das ist unmöglich. Das ist gefährlich. Es widerspricht meinem gewohnten Weltbild.“


Der erste Schritt ist daher Ehrlichkeit.


Wollen Sie wirklich weiter sehen?
Oder wollen Sie nur die schöne Vorstellung, weiter sehen zu können?


Das sind zwei verschiedene Dinge.

Warum die Fähigkeit aktiviert werden muss

Man kann die direkte Wahrnehmung mit dem Sprechen vergleichen.


Der Mensch besitzt ein Sprachzentrum. Doch wenn man mit einem Kind nicht spricht, es nicht zum Antworten anregt und dieses Zentrum nicht trainiert, wird sich die Sprache nicht von selbst vollständig entfalten.


Genauso verhält es sich mit der inneren Wahrnehmung.


Die Möglichkeit kann angelegt sein.
Doch sie muss erweckt werden.
Man muss sie zum Arbeiten anregen.
Ihr eine Aufgabe geben.
Ihr Übung geben.
Ihr Bestätigung geben.


Man muss dem Gehirn zeigen:
„Hier ist ein neuer Kanal. Man kann ihn nutzen. Er liefert Informationen. Er ist sicher. Er ist real. Er lässt sich überprüfen.“


Dann beginnt er sich einzuschalten.


Zuerst zaghaft.
Dann sicherer.
Dann genauer.

Das größte Hindernis für den Erwachsenen

Das größte Hindernis ist nicht das Fehlen einer Fähigkeit.


Das größte Hindernis ist die Überzeugung, dass es diese Fähigkeit nicht gibt.


Ein erwachsener Mensch kommt mit einem riesigen Gepäck zur Übung:


„So etwas gibt es nicht.“
„Das ist unmöglich.“
„Man wird mich betrügen.“
„Ich werde es nicht können.“
„Ich bin zu alt.“
„Das ist nur etwas für Kinder.“
„Das ist nur etwas für Auserwählte.“
„Das ist nichts für gewöhnliche Menschen.“


Doch wenn ein Mensch ein Musikinstrument spielen lernen möchte, sagt er nicht: „Ich habe noch nie gespielt, also ist Musik unmöglich.“ Er nimmt das Instrument und beginnt zu lernen.


Mit dem inneren Sehen ist es genauso.


Zuerst ist es unbeholfen.
Dann entstehen die ersten Töne.
Dann die ersten Melodien.
Dann beginnt das Bewusstsein, das zu hören, was zuvor Stille war.

Fazit

Mit geschlossenen Augen zu sehen ist kein Wunder um des Wunders willen.


Es ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch in der Lage ist, die Welt umfassender wahrzunehmen als nur durch die gewohnten Sinnesorgane.


Die Augen sind wichtig.
Die Ohren sind wichtig.
Der Körper ist wichtig.


Doch der Mensch ist nicht nur sein Körper.
Und das Gehirn ist nicht nur eine Maschine zur Verarbeitung äußerer Reize.


In uns gibt es die Möglichkeit direkter Wahrnehmung.
Ein inneres Zentrum des Wissens.
Einen feinen Kanal, den man erwecken, trainieren und reinigen kann.


Dafür braucht es jedoch:


Wunsch,
Stille,
eine präzise Frage,
Übung,
Überprüfung,
Geduld,
Ehrlichkeit
und Respekt vor dieser Fähigkeit.


Warten Sie nicht darauf, dass sich alles sofort öffnet.
Machen Sie daraus keine Show.
Versuchen Sie nicht, schnell ein „großer Hellseher“ zu werden.


Beginnen Sie einfacher.


Schließen Sie die Augen.
Nehmen Sie eine Karte.
Fragen Sie.
Hören Sie hin.
Überprüfen Sie.


Und eines Tages stellen Sie vielleicht fest, dass die Dunkelheit hinter geschlossenen Augen keineswegs Leere ist.


Sie ist eine Tür.


Und hinter der Tür liegt keine Fantasie.
Sondern eine riesige, lebendige, feine Welt der Informationen, die die ganze Zeit neben Ihnen war.


Sie haben einfach nur mit den Augen geschaut.
 

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Als Kind habe ich ein solches Ratespiel gespielt. Irgendjemand von den Erwachsenen hatte den Tipp gegeben. Ich war wahrscheinlich etwa sechs oder sieben Jahre alt. Meistens sah es so aus: Eine Spielleitung legte verschiedenfarbige Würfel vor das Kind oder gab sie ihm einzeln in die Hand, während die andere Spielleitung die Nummern und Namen der Kinder aufschrieb und Pluszeichen machte, wenn die Farbe des Würfels erraten wurde. Dieses Spiel war bei den Kindern unglaublich beliebt; sie liefen vom ganzen Spielplatz vor dem Haus zusammen und stellten sich in einer Schlange auf. Demjenigen, der gerade an der Reihe war, verband die Spielleitung mit einem Schal die Augen. Dann wurde ihm ein Würfel gegeben und das Kind nannte eine Farbe. Danach kam der nächste Würfel. So wurden mehrere Würfel durchgespielt, entsprechend der Anzahl der erratenen Farben wurden Pluszeichen gesetzt, und das zufriedene Kind nahm die Augenbinde ab und lief ans Ende der Schlange, um noch einmal zu spielen. Das nächste Kind setzte sich schnell auf den frei gewordenen Platz und verlangte, dass ihm möglichst schnell der Schal umgebunden wurde. Dort gab es keine Ruhe und Gelassenheit, um die Farbe zu erspüren. Wer nicht sofort antwortete und lange nachdachte, wurde von der ganzen Schlange angeschrien: „Schneller!“ (weil sie nicht in der Schlange stehen, sondern schneller raten wollten). Wenn jemand richtig geraten hatte, schrien alle Kinder voller Bewunderung und Verwunderung, als wäre ein Wunder geschehen: „Erraten, wow, er hat es erraten!“ Wenn jemand sich irrte, ertönte ein „Nein!“. Ich erinnere mich noch genau: Ein Junge dachte lange nach und wollte noch versuchen, etwas zu erspüren, während die Schlange wartete. Da begann eine regelrechte Mantra der ungeduldigen Menge, die nur aus einem Wort bestand: „Schneller!“ Der Junge presste schließlich irgendeine Farbe aus sich heraus, nur damit ein Pluszeichen gesetzt wurde, hielt diesem Druck nicht stand und rannte weg. Und was hätte ich tun können? Es gab bestimmte Umstände. Ich hatte mich bereit erklärt, mitzuschreiben. In diesem Alter konnten nur wenige schon ordentlich schreiben und schnell zählen, dazu noch freihändig, fehlerfrei und bei diesem Lärm – es gab einfach niemanden, dem man das Blatt hätte anvertrauen können. Ich konnte ja nicht zu allen sagen: „Ihr habt es übertrieben, wartet jetzt, ich laufe ihm hinterher, entschuldige mich für dieses Verhalten und hole ihn zurück. Oder ihr spielt weiter, aber wir schreiben nicht mehr mit und können den Gewinner heute nicht ermitteln.“ Jetzt verstehe ich, dass ich es genau so hätte machen sollen. Schon damals eine Entscheidung zu treffen – das ist meine Verantwortung: Ich werde alles Mögliche tun. Hätte der Junge damals genauso denken können – die Verantwortung vollständig übernehmen und sich sagen: Ich werde alles Mögliche tun, später selbst hingehen und vorschlagen, entweder am nächsten Tag ganz am Anfang zu spielen, wenn noch nicht alle zusammengekommen sind, oder am Ende des Spiels am Abend, wenn schon alle nach Hause gegangen sind? Vielleicht. Aber wahrscheinlich wohnte er nicht in einem der nächstgelegenen Häuser; vermutlich waren seine Eltern bei jemandem zu Besuch und hatten ihn mitgenommen. Jedenfalls ist er weggelaufen, und das ist schade. Die Umstände können unterschiedlich sein, und gleichzeitig verbietet einem niemand, nach Möglichkeiten zu suchen, sie zu finden und kreativ zu werden. Das war eines der Spiele, die sich als Spiel für eine große Zahl von Kindern der größten Beliebtheit erfreuten. Außerdem musste man diese Würfel erst einmal auftreiben. Manchmal musste man sie den Kleinen ablocken, ihnen den Bären und die Giraffe schmackhaft machen, damit sie sich umtauschen und die Würfel hergeben wollten. Manche Kleinkinder wollten manchmal aber gar kein Spielzeug, sondern ebenfalls zu den Würfeln gelangen, verstanden das Prinzip der Schlange nicht, gingen direkt zu den Würfeln, packten sie einfach und klopften damit, während sie etwas von sich gaben, obwohl sie noch nicht sprechen gelernt hatten. Insgesamt war dieses Spiel eine richtige Geschichte für sich. Dieses Thema hat mich daran erinnert, und ich bekam Lust, sie zu teilen.
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Und überhaupt: Ja, die vorgeschlagene Praxis ist wunderbar – man lernt, feinfühliger wahrzunehmen.🌈

„Ich möchte mich weiterentwickeln.“
„Ich möchte tiefer sehen.“
„Ich möchte mit mir selbst arbeiten.“
„Ich bin bereit zu trainieren.“
„Ich bin bereit zu überprüfen.“
„Ich bin bereit, meine Wahrnehmung zu verändern.“✨
 
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