Ein kleiner Artikel von mir darüber, wie man Höhere Wesen ruft:
Zuallererst sollte man
die Höheren nicht dazu zwingen zu kommen, sondern Bedingungen schaffen, unter denen
sie einen Ort haben, an den sie kommen können.
Denn solche Wesen kommen zur Qualität des Raumes.
1. Das Motiv reinigen
Vor der Praxis sich ehrlich fragen:
„Warum rufe ich?”
Wenn es aus Neugier, wegen Macht, Auserwähltheit oder Beweisen geschieht, wird der Kanal schwächer.
Wenn es um Reinigung, Weisheit, Dienen, Schutz oder inneres Licht geht, wird der Kanal weiter.
Der wichtigste Schlüssel:
nicht „Mögen sie mir erscheinen“, sondern „Möge es in mir rein genug für das Höhere werden“.
2. Den Ort vorbereiten
Der Raum sollte zu einem kleinen Tempel werden.
Es muss nicht unbedingt ein Altar mit Gold und Glocken sein. Manchmal reicht es:
den Raum aufzuräumen, das Telefon auszuschalten, das Licht zu dimmen, eine Kerze oder Lampe anzuzünden, den Raum zu lüften und in der Stille zu sitzen.
Der Ort möge sagen:
hier scrollt man nicht durch die Hektik im Telefon, hier geht man nach innen, um zu ERKENNEN.
3. Wie ein Gefäß sitzen
Setzt euch mit geradem Rücken hin.
Nicht angespannt, sondern würdevoll.
Die Wirbelsäule ist wie eine Achse.
Der Scheitel zum Himmel.
Die Körperbasis zur Erde.
Atmet einige Minuten einfach langsam, mit verlangsamter Atmung und geringerer Atemtiefe.
Bis der Geist aufhört herumzulaufen und sich abzuhetzen.
Lasst alles los.
Und alle …
Alle haben irgendwie Milliarden Jahre ohne euch gelebt – und werden auch jetzt weiterleben …
4. Durch das Herz eintreten, nicht durch die Fantasie
Ein großer Fehler ist es, sofort zu versuchen, Wesen zu „sehen“.
Meistens wird dadurch die Vorstellungskraft aktiviert.
Besser ist es, mit dem Herzen zu beginnen.
Spürt beim Einatmen ein sanftes Licht in der Brust.
Beim Ausatmen lasst Angst, Erwartung und die innere Gier nach einem Wunder los.
Sprecht dann leise in eurem Inneren:
„Ich fordere keine Erscheinung.
Ich öffne mein Herz für das Licht.
Möge sich nur das nähern,
was der Wahrheit, der Reinheit und dem Guten dient.“
5. Eine Schutzbedingung festlegen
Das ist wichtig.
Ruft nicht „irgendwen“.
Die Formel muss präzise sein:
„Mögen sich mir nur Höhere Wesen des Lichts nähern,
die mit Wahrheit, Mitgefühl und geistigem Wohl verbunden sind.
Alles Falsche, Niedere, Täuschende und von Angst Lebende
hat keinen Zugang zu meinem Raum.“
Das ist wie ein Passwort am Eingang. Nur statt „12345“ – gesunder Menschenverstand und Reinheit.
6. Keine Feuerwerke erwarten
Die Höheren können sich nicht als Gestalten im Raum zeigen.
Häufiger sind die Zeichen subtiler:
- grundlose Ruhe,
- ein klarer Gedanke,
- Wärme im Herzen,
- das Gefühl einer Gegenwart,
- eine innere Warnung,
- ein Traum,
- Synchronizität,
- plötzliches Verstehen,
- die Kraft, einen falschen Schritt abzulehnen.
Ein echter Kontakt macht einen Menschen fast immer
stiller, reiner und gefasster.
Wenn nach dem „Kontakt“ der Hochmut, das Gefühl der Auserwähltheit oder der Wunsch wächst, alle umgehend zu belehren oder sich selbst zum Botschafter des galaktischen Rates zu erklären, sollte man besser eine Pause einlegen, sich erden und Wasser trinken. Der Himmel macht normalerweise keine Werbung für sich als Infobusiness-Marathon oder als „Training für „Mädchen“ zur Entfaltung von Energie-Matrizen“.
7. Richtig abschließen
Bedankt euch am Ende unbedingt.
Lenkt danach eure Aufmerksamkeit in den Körper: Füße, Handflächen, Atem, den Boden unter euch.
Sagt:
„Wenn es vom Licht war – möge es sich stärken.
Wenn es vom Verstand war – möge es sich auflösen.
Wenn es falsch war – möge es verschwinden.
Ich bleibe in der Wahrheit, im Herzen und in Klarheit.
OM Shanti.“
Und beeilt euch nach der Praxis nicht mit Schlussfolgerungen.
Notiert eure Empfindungen. Beobachtet, was sich in Verhalten, Gedanken, Träumen und eurem inneren Zustand verändert.
Das Wichtigste:
Die Höheren kommen nicht zu dem, der lauter ruft, sondern zu dem, der zu einem reineren Kanal wird.