Dies ist ein Auszug aus dem Srimad-Bhagavatam, das als Quintessenz der vedischen Weisheit gilt und das wir in meinem Ashram mit meinen Erläuterungen lesen.
Hier wird erwähnt, wie ein Yogi atmete. Mehr noch: Es war ein Junge.
Übrigens geht es hier noch um einen anderen Yogi-Jungen:
hier.
Hier nun der eigentliche Auszug:
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Möge dir das Glück hold sein, mein Junge. Begib dich an das Ufer der Yamuna, in den heiligen Wald Madhuvana, um dich von aller Unreinheit zu reinigen. Wer an diesen Ort kommt, tritt dem Herrn näher, der dort ewig weilt.
Narada Muni fuhr fort: Mein Junge, in den Wassern der Yamuna, die man manchmal Kalindi nennt, sollst du dreimal täglich ein Bad nehmen, denn ihr Wasser ist heilkräftig, heilig und rein. Nach dem Bad sollst du die Übungen des Ashtanga-Yoga ausführen und dich anschließend auf eine Asana (einen Sitzplatz) setzen und eine unbewegte Haltung einnehmen.
Wenn du auf der Asana sitzt, führe drei Arten von Atemübungen aus. Das wird dir helfen, den Lebensatem, den Geist und die Sinne zu beherrschen. Reinige dich vollständig von materieller Unreinheit und beginne, nachdem du Geduld gefasst hast, über Gott zu meditieren.
O Sohn des Königs, nun werde ich dir das Mantra offenbaren, das du während der Meditation wiederholen sollst. Wer dieses Mantra sieben Nächte lang konzentriert wiederholt, kann vollkommene Menschen sehen, die am Himmel schweben.
Oṁ namo bhagavate vāsudevāya. Dies ist ein zwölfsilbiges Mantra, mit dem man den Herrn verehrt. Man soll eine Murti, also die materielle Gestalt des Herrn, aufstellen und dem göttlichen Wesen unter Wiederholung dieses Mantras Blumen, Früchte und andere Speisen darbringen, genau nach den Anweisungen der Autoritäten und der heiligen Schriften. Man soll Puja ausführen.
Man soll den Herrn verehren, indem man Ihm reines Wasser, Girlanden aus frischen Blumen, Früchte, im Wald wachsende Blumen und Gemüse darbringt oder frisches Gras, Blütenknospen und sogar Baumrinde sammelt.
Nachdem Dhruva Maharadscha, der Sohn des Königs, diese Unterweisungen des großen Weisen Narada angehört hatte, umrundete er seinen spirituellen Lehrer und verbeugte sich ehrerbietig vor ihm. Dann begab er sich in den Wald Madhuvana.
Dhruva Maharadscha kam nach Madhuvana und begann, nachdem er in der Yamuna gebadet hatte, zu fasten. Ohne ein Auge zu schließen, fastete er konzentriert bis zum Sonnenaufgang. Danach begann er, dem Rat des großen Weisen Narada folgend, Gott zu verehren.
Im ersten Monat ernährte sich Dhruva Maharadscha ausschließlich von Früchten und Beeren. Er aß einmal alle drei Tage, um seinen Körper am Leben zu erhalten, und widmete die übrige Zeit der Verehrung Gottes.
Im zweiten Monat aß Dhruva Maharadscha einmal alle sechs Tage und ernährte sich nur von trockenem Gras und Blättern. Auf diese Weise fuhr er fort, den Herrn zu verehren.
Im dritten Monat hörte er vollständig auf zu essen und lebte nur noch von Wasser, das er einmal alle neun Tage zu sich nahm. Er war ständig in Trance versunken und verehrte den Herrn, der in den erhabensten Versen gepriesen wird.
Im vierten Monat beherrschte Dhruva Maharadscha die Atemübungen vollkommen, sodass er nur einmal in zwölf Tagen einatmete. Auf diese Weise beruhigte er seinen Geist vollständig und versank in Meditation.
Zu Beginn des fünften Monats hatte Maharadscha Dhruva, der Sohn des Königs, seine Atmung so gut unter Kontrolle, dass er unbeweglich wie eine Säule auf einem Bein stehen konnte, während sein Geist vollständig auf das Parabrahman konzentriert war.
Er unterwarf seine Sinne und deren Objekte und konzentrierte seinen Geist so auf die Gestalt Gottes, dass er sich von nichts anderem ablenken ließ.
Als Dhruva Maharadscha auf diese Weise meditierte und den Herrn, den Herrscher über alle Lebewesen, von dem die gesamte materielle Schöpfung getragen wird, in sich aufgenommen hatte, begannen die drei Welten zu erzittern.