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Pfad zu sich selbst
Und über dem Feld – eine Mondgeschichte
Leuchtet still in später Stunde.
Und ein Stern, wie jemandes Gewissen,
Fällt, ohne uns zu fragen.
Gleichmäßig breitet sich das Gras am Haus aus,
Am eigentlichen Eingang leicht zerdrückt.
Und in der Seele ist eine gewisse Mattigkeit,
Die unaufhörlich rauscht und weint.
Am Gartentor die Birke – immer noch dieselbe,
Wie in der Kindheit, nur erwachsener.
Und der Zaun ist immer noch derselbe. Sogar
Die Farbe ist dieselbe, nur dunkler.
Feldblumen blicken schläfrig,
Als warteten sie darauf, dass jemand sie pflückt.
Und ein Bächlein fließt unaufhaltsam
Zum Fluss mit der Weide, wo Heide blüht.
Alles scheint genauso und unverändert.
Alles scheint, wie es immer war.
Nur im Laufe der Jahre ist alles wertvoller geworden:
Dieses Feld, das alte Haus, der Fluss …
Das Quietschen des Gartentors, der Pfad zum Wäldchen,
Der Duft von Heu, der in den Träumen erscheint.
Ein leicht durchscheinendes Blättchen in der Sonne,
Ein Spinnennetz in wilden Blumen …
Nur die Stille will einfach nicht verstummen.
Sie flüstert zärtlich von Menschen aus vergangenen Zeiten.
Mal billigt sie, berührt die Seele.
Mal verurteilt sie mit ihrem Lächeln.
Und es fehlt die Kraft, mit der Stille zu sprechen.
Sie schimpft nicht, sondern wiederholt nur:
Sei nicht traurig, wir sind ewig bei dir.
Möge die Seele alle loslassen und vergeben.
Sergej Veretennikov (Dichter und Schriftsteller aus Orjol)
15.04.2025