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Die Menschen spüren das Feuer der Seele. Und je mehr man gibt, desto stärker lodert es auf.
Nur durch Mitgefühl für die Welt entwickelt sich die Seele. Sie reguliert das gesamte Spektrum tiefer Empfindungen. Sie erschafft ein stilles Gebet zum Wohle aller, die auf der Erde existieren.
Durch das Dickicht eines düsteren Weges, über die Hindernisse von Flüssen und Steinschlägen, durch Windbrüche und den Ansturm der Bergwinde, durch die eisigen Wüsten der Gipfel und an den Abgründen des Lebens entlang strebt die Seele aufwärts und bricht dabei ihre verwundeten Flügel an scharfen Steinen. Sie versucht, sich von der Last des irdischen Schmutzes zu befreien, der an ihr haftet. Beim Eintauchen in die kalte Dunkelheit der Schluchten wird sie schwerer, und ihr silbriger Glanz verblasst. Müde und niedergeschlagen wandert sie weiter und schleift ihre durchnässten Flügel hinter sich her, bis sie auf dem Berg ein loderndes Feuer erblickt. Mit letzter Kraft, stolpernd und fallend, steigt sie dennoch zu der lebensspendenden Flamme hinauf, die sie mit dem Atem der Hoffnung erleuchtet. Am großen Feuer sieht sie ebenso vom irdischen Leben erstarrte Seelen, die in der Nähe des feurigen Heiligtums trocknen. Allmählich erwärmt die Flamme die Herzen. Klumpen irdischen Leidens fallen ab. Die Wunden heilen. Und die Flügel werden leichter und stärker. Sie sind bereit, wieder zu fliegen und zu leuchten, im Gedenken an das ewig lodernde Feuer des Großen Herzens der Welt.
Konstantin Ustinov. „Der seiende Mensch“.
 

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„Der Kranke selbst muss die Medizin einnehmen. Niemand kann an seiner Stelle die Behandlung durchlaufen. Der Balsam muss dort aufgetragen werden, wo es schmerzt. Die Ursache von Krankheit und Unglück liegt in Ihrer mentalen Sichtweise, denn Sie sehen vieles dort, wo es nur das Eine gibt. Sie sagen „mein Gott“, „ihr Gott“, „dein Baba“, als gäbe es viele Götter, die Ihnen in Ihren Streitigkeiten und im Kampf gegeneinander helfen würden. Bitten Sie den Herrn darum, Sie von den irdischen Sorgen zu befreien, dann werden Sie sich nicht irren. Das ist viel besser, als andere Menschen um etwas anzuflehen und dabei Ihre Selbstachtung zu verlieren. Es kommt vor, dass Menschen buchstäblich jeden bei den Füßen packen, um eine für sie günstige Entscheidung zu erlangen; doch wenn sie sich zu den Füßen des Herrn niedergeworfen hätten, wären viel mehr Fragen zu ihren Gunsten entschieden worden – zugunsten jener Menschen, die Gott darum gebeten hätten, sie wie seine ergebenen Diener zu führen.“

📙
„SATHYA SAI SAGT“ (Band 4)
 

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ICH WERDE IHRE KOFFER TRAGEN

Ich hatte schweres Gepäck: Freunde und Verwandte hatten mir Päckchen für ihre Angehörigen in Amerika mitgegeben. Da begann mein Vater, mich zu tadeln: „Was soll das? Swami sagt: Je weniger Gepäck, desto leichter die Reise. Und du nimmst so viel mit. Du befolgst keine einzige von Swamis Lehren.“

Als wir in Brindavan ankamen, sagte Swami: „Was ist, Padmanabhan, schimpft er dich wie gewöhnlich?“ Mein Vater antwortete: „Swami, sie beachtet Deine Anweisungen nicht – sie hat drei Koffer dabei.“ Da sagte Swami: „Warum machst du dir Sorgen? Es sind doch ihre Koffer. Sie soll alles mitnehmen, was sie möchte.“ Mein Vater antwortete: „Swami, sie sind zu schwer – sie wird sie nicht heben können.“ „Sie muss sie nicht heben – ich werde ihre Koffer tragen“, sagte Swami.

Das war scherzhaft gemeint, und wir lachten alle. Ich schenkte dem keine besondere Beachtung. Als ich in San Francisco landete, konnte ich, wie mein Vater vorhergesagt hatte, meine Koffer nicht tragen – sie waren tatsächlich sehr schwer. Das Hauptproblem bestand darin, sie auf einen Gepäckwagen zu laden, während meine fünfjährigen Söhne um mich herumtobten. Irgendwie gelang es mir, doch dann wurde mein Name über die Lautsprecher ausgerufen und ich gebeten, zum Schalter der Singapore Airlines zu kommen. Dort erklärte mir eine Frau, dass ein Herr auf mich wartete, um mir mit dem Gepäck zu helfen. Ich sah einen freundlichen afroamerikanischen Herrn. Er hatte eine Karte mit meinem Namen und ein Namensschild. Ich hatte schon vergessen, was in Brindavan geschehen war. Stattdessen dachte ich: Was für ein wunderbarer Ehemann – er hat daran gedacht, jemanden zu meiner Unterstützung zu schicken.

Da dies meine erste Einreise in das Land war, mussten zahlreiche Formalitäten erledigt werden. Während der ganzen Zeit blieb dieser große Herr an meiner Seite. Als wir zum Zoll kamen, sagte er: „Wollen Sie etwa ihre Koffer öffnen? Die arme Frau ist schon eine ganze Stunde hier.“ Der Zoll ließ uns ohne Kontrolle passieren.

Mein Mann erwartete uns. Als er das Auto wendete und begann, das Gepäck einzuladen, sagte ich: „Wir müssen dem Gepäckträger etwas bezahlen.“ Wir begannen, ihn zu suchen, konnten ihn aber nirgends finden. Während der Fahrt erzählte ich meinem Mann, was beim Gespräch mit Swami geschehen war, wie ich mich zuvor mit meinem Vater gestritten hatte und wie Swami gesagt hatte, dass Er mein Gepäck tragen würde. Da wurde mir alles klar.

Am nächsten Morgen, als mein Vater Swami sah, sagte Dieser zu ihm: „Du hattest recht, Padmanabhan! Was hatte sie nur in ihren Koffern?! Sie waren so schwer.“ Seitdem vermeide ich es immer, wenn ich mich in Gedanken mit einer Bitte an Swami wende, Ihn um Hilfe mit dem Gepäck zu bitten. Später sagte ich bei einem Treffen mit Swami: „Swami, ich habe Dich dazu gebracht, meine schweren Koffer zu tragen.“ Er antwortete: „Na und? Ich bin gekommen, um die Last der ganzen Welt zu tragen – was sind da deine Koffer für mich?“

SEINE LIEBE ... MEIN GANZES LEBEN LANG
(Erzählung von Gita Ram)
 

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Die höchste Wahrheit über das Selbst: „Ich bin Ich“

Als Körper, Geist oder Seele seid ihr ein Traum. Was ihr in Wirklichkeit seid, ist Sat-Chit-Ananda (Existenz-Wissen-Glückseligkeit). Ihr seid der Gott dieses Universums. Ihr erschafft es und nehmt es wieder in euch auf.

Um universelle Unendlichkeit zu erlangen, müsst ihr die jämmerliche, kleine, begrenzende Persönlichkeit aufgeben. Bhakti bedeutet nicht das Vergießen von Tränen oder irgendeinen anderen negativen Zustand. Es bedeutet, das Eine in allem zu sehen, was man sieht. Das Ziel erreicht man durch das Herz. Folgt eurem Herzen. Ein reines Herz strebt über den Intellekt hinaus, der das Herz inspiriert.

Alles, was wir tun, wirkt auf uns selbst zurück. Wenn wir Gutes tun, werden wir Glück erfahren; wenn wir Böses tun, Unglück. Wahres Glück liegt in euch. In euch befindet sich ein grenzenloser Ozean göttlicher Freude. Sucht sie in euch selbst. Fühlt sie, spürt sie! Sie ist hier. Sie ist euer Höheres Selbst. Das „Ich“ ist weder Körper noch Geist, Intellekt oder Gehirn. Es ist weder ein Wunsch noch der Wunsch zu wünschen. Es ist kein Objekt des Wunsches. Über all dem seid ihr. Alles andere sind lediglich Manifestationen. Ihr erscheint als eine lächelnde Blume, als ein funkelnder Stern. Was gibt es in der Welt, das euch dazu bringen könnte, noch etwas anderes zu wünschen?

📙
Spirituelle Unterweisungen von Sri Sathya Sai Baba
 

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Entwickeln Sie Weite des Blicks und legen Sie Engstirnigkeit ab. Selbst wenn andere Sie beunruhigen und Ihnen Probleme bereiten, ertragen Sie dies geduldig im Vertrauen darauf, dass es Ihnen nur zum Guten gereichen wird. Der aus fünf Elementen bestehende Körper muss früher oder später fallen und vergehen. Der Bewohner des Körpers ist ewig, ungeboren und unsterblich und durch keinerlei Ketten der Knechtschaft gebunden! In Wahrheit ist dieser Bewohner Gott selbst! Wenn ein Bettler um Essen bittet, sagt er: „Bhavati Bhiksham Dehi“! Tatsächlich bittet er „Dehi“ – den Bewohner – um Almosen, nicht Sie. Erkennen Sie die Wahrheit, dass er den Gott in Ihnen um Almosen bittet. Wenn Sie denken, dass er Sie um eine Gabe bittet, so ist das Ihre Unwissenheit. Dies kommt Hochmut gleich. Göttlichkeit wohnt in jedem, unabhängig davon, ob er ein Prinz oder ein Bettler ist. Verehren Sie dieses Göttliche Prinzip in allen und lieben Sie sie, doch die Liebe muss selbstlos sein. Eine von Körperanhaftung freie Liebe strömt allen gleichermaßen entgegen! Körperbewusstsein führt zu Begrenztheit.

Sathya Sai Baba
Göttliche Rede, 23. November 2001
 

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Das Wissen über die Engelssphären ist nicht vergessen, sondern wird zu jeder Seele zurückkehren, wenn wir in den früheren Kreislauf des Daseins zurückkehren, jedoch durch die Erfahrungen beim Durchschreiten der dichtesten Welten weiser geworden.
In den Wellen der lichttragenden Materie erfassen wir jenen Teil unseres Daseins, den wir als jenseitig bezeichnen. Deshalb durchleben wir das irdische Leben mit all den Fähigkeiten, unsere Instinkthaftigkeit zu bezwingen, und deshalb lernen wir Friedfertigkeit und das Erfassen der Freude auf Erden, denn Glück ist die Luft der Höheren Welten, und alle hier zum Ausdruck gebrachten Fähigkeiten des Edelmuts werden dort zur Lebensordnung.
Wir müssen an die jenseitige Welt als an jene Wohnstatt denken, in der wir unsere edelsten Eigenschaften zum Ausdruck bringen können.
Konstantin Ustinow. „Der seiende Mensch“.
 

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24. APRIL – GEDENKTAG VON SHRI SATHYA SAI ARADHANA MAHOTSAVAM

Gott verkörpert sich nicht um Seiner selbst willen, sondern zur Befreiung der Menschheit. Er steigt herab, um der Menschheit von ihrer göttlichen Herkunft zu künden und die Menschen aufzurufen, durch das Befolgen des Prinzips der Liebe zu Gott zurückzukehren. Mit Hilfe der Liebe können Sie alles erreichen. Das ist die Botschaft, die heute verstanden werden muss – die Rolle des Avatars besteht darin, die Menschheit auf dem Weg der Liebe zum göttlichen Leben zu führen. Jeder Mensch ist eine Verkörperung Gottes. Gott ist in jedem Wesen gegenwärtig. Jeder Augenblick verkündet die Ankunft des Herrn, denn menschliche Wesen werden ständig geboren. Deshalb widmen Sie jeden Augenblick den Gedanken an Gott. Wenn Sie so handeln, werden Sie mit der Zeit Gott erfahren. Sie werden sich von den Illusionen befreien und vergöttlicht werden. Der Mensch wird geboren, um in der Gnade Gottes aufzugehen, nicht um in weltliche Vergnügungen einzutauchen. Erfüllen Sie Ihr Leben mit Liebe und umgeben Sie es mit Liebe.

Sathya Sai Baba
 

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Ihr habt nicht das Recht, euch Boten Gottes zu nennen, wenn eure Handlungen schlecht, eure Gedanken böse sind und ihr falsche Ideen predigt. Solche Menschen kann man nur Boten des Teufels nennen. Von heute an müsst ihr als „Boten Gottes“ der Welt Reinheit, Wahrheit und Liebe vorleben, die das Göttliche symbolisieren. Wenn ihr in Reinheit und Sittlichkeit lebt, habt ihr das Recht, euch „Söhne Gottes“ zu nennen. Gott ist die Verkörperung der Liebe, und ihr dürft nichts tun, was der Liebe widerspricht, für die Gott steht. Ihr müsst gute Eigenschaften entwickeln, die euch würdig machen können, „Söhne Gottes“ zu sein. In der Bibel steht geschrieben, dass Jesus seinen Jüngern die Füße wusch. Als sie ihn fragten, warum er dies tue, antwortete Jesus: „Ich wasche eure Füße als euer Diener, damit ihr lernt, der Welt zu dienen.“ Jeder Mensch ist in erster Linie ein Bote Gottes. Wenn er seine Pflicht als Bote erfüllt, gelangt er zu der Erkenntnis, dass er ein Sohn Gottes ist, und erreicht anschließend die Einheit mit dem Göttlichen.

Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 25. Dezember 1984
 

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Die göttliche Kraft kennt weder Geburt noch Tod. Ich empfinde weder Freude, wenn man mich lobt, noch bin ich niedergeschlagen, wenn man mich verleumdet. Ich begegne diesen Dualitäten des Lebens ungerührt. Ich bin im Genuss und im Schmerz glücklich. In mir ist nur Liebe. Meine Liebe gibt, gibt und gibt. Sie nimmt niemals. Darin liegt der Unterschied zwischen Meiner Liebe und der weltlichen, an sich raffenden und nehmenden Liebe. Deshalb weitet sich Meine Liebe ewig aus und vermehrt sich. Ein gigantischer Baum wächst aus einem kleinen Samen. Das Universum ist aus dem Samen der Liebe entstanden. Liebe ist Gott, lebt in Liebe. Entwickelt Liebe. Liebt alle von ganzem Herzen. Nur die Liebe schenkt Selbsterkenntnis. Vor allem anderen entwickelt Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen ist das Fundament.
Selbstzufriedenheit sind die Wände.
Selbstaufopferung ist das Dach.
Selbsterkenntnis ist der Palast des Seins.

Die Kraft der Liebe übertrifft die Kraft der Atombombe bei Weitem. Sie verwandelt sogar diejenigen, die hassen. Entwickelt heilige Liebe. Nur dann wird es Harmonie in der Gesellschaft geben und keinen Hass.

Beginnt den Tag mit Liebe.
Erfüllt den Tag mit Liebe.
Beendet den Tag mit Liebe.
Das ist der Weg zu Gott.

Bhagawan Sri Sathya Sai Baba. Aus einer Ansprache vom 23.11.1998
 

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Die Weisen dieses Landes wussten, dass der Geist ein Werkzeug ist, das einen Menschen sowohl binden als auch von Abhängigkeit befreien kann. Es ist äußerst wichtig, die Wirkmechanismen des Geistes sowie seine Möglichkeiten zu verstehen. Sie müssen lernen, den Geist zu handhaben, statt zu seinem Werkzeug zu werden.
Der Geist webt das Muster, das «persönliches» Ich oder Ego genannt wird, und der Prozess, durch den er dieses Ego stärkt und mit zahlreichen Fallen ausstattet, wird «Maya» (die Kraft, die Illusion hervorruft) genannt.
Der Geist veranlasst die Sinnesorgane, sich der äußeren Welt der Objekte zuzuwenden, da er Vorstellungen von Lust und Schmerz, Freude und Leid bildet und auf dieser Grundlage ein vollständiges Gefüge von Beweggründen und Impulsen erschafft.
Er widersetzt sich beharrlich allen Versuchen, ihn auf das Ewige, Allumfassende und Wahre auszurichten.
Der Geist protestiert, wenn der Einzelne seine Identität mit diesem Wahren und Ewigen erkennen möchte; doch wenn er auf beharrlichen Widerstand gegen seine Taktik stößt, kapituliert er und verlässt die Bühne.

Sathya Sai Baba. Euer Ziel ist die Befreiung.
Gespräche 1966. Kapitel 10
 

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Die erste Eigenschaft, die ihr entwickeln müsst, ist Dankbarkeit gegenüber dem Göttlichen. Die Menschen sind sogar für eine kleine ihnen erwiesene Dienstleistung dankbar. Sollte man Gott nicht dankbar sein, der uns durch die Natur und die fünf Elemente unaufhörlich so vieles gibt? Die Luft, die ihr atmet, das Wasser, das ihr trinkt, und die Erde, auf der ihr geht – all dies sind Gaben Gottes. Wie dankbar seid ihr der Sonne, die Licht spendet, mit dem es keine elektrischen Glühbirnen der Welt aufnehmen können? Können alle Pumpanlagen der Welt ebenso viel Wasser bereitstellen wie ein einziger Wolkenbruch? Können alle Ventilatoren der Welt einen ebenso kühlen Luftstrom erzeugen wie der Wind, wenn er weht? Ohne für diese göttlichen Gaben dankbar zu sein, jagt der Mensch nach Nichtigkeiten und vergeudet sein Leben. Die großen Weisen der Vergangenheit, die Gott auf unterschiedliche Weise verehrten, betrachteten Hingabe als Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott.

Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 14. Januar 1989
 

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Frage: Swami! Warum sind manche Menschen Gott nicht ergeben? Es scheint, als hätte Hingabe in ihrem Leben überhaupt keinen Platz. Wärst Du so gütig, uns den Grund dafür zu erklären?

Bhagawan: Er ist ganz einfach. Wenn sich ein Mensch von Gott abwendet, gibt es nur einen Grund – sinnliche Vergnügungen. Sein Leben ist erfüllt von sinnloser Sorge um die Zukunft, von zahlreichen unnötigen Wünschen und dem Bau von Luftschlössern. Der ehrgeizige Drang, im Leben Höhen zu erreichen, die sie nicht verdienen, eine zu starke Bindung an die Familie und an alles Weltliche – all das nimmt den Menschen die Hingabe an Gott. Andere Gründe kann es dafür nicht geben.
Ihr wisst, wie Kinder auf einer Wippe schaukeln. Wenn sich ein Ende hebt, senkt sich das andere, und umgekehrt. Wenn der Welt der Vorrang gegeben wird, nimmt eure Liebe zu Gott ab; wenn jedoch die Liebe zu Gott groß ist (also, wie bei einer Wippe, „überwiegt“), wird eure Bindung an die Welt schwächer (so wie sich beim Spiel das Ende der Wippe hebt). Genauso funktionieren auch Waagen, nicht wahr? …

Frage: Swami! Wie lange dauert sinnliches Vergnügen an?

Bhagawan: Sinnliches Vergnügen ist flüchtig und von kurzer Dauer. Es bereitet euch Probleme und macht euch schwach. Denkt gründlich darüber nach und versteht dies klar. Ihr glaubt, mithilfe eurer Sinne das Leben zu genießen. Doch in Wirklichkeit ist es nicht so. Die Sinne genießen auf eure Kosten. Sie haben auf eure Kosten eine wunderbare Zeit. Wie? Ihr werdet schwächer. Ihr verliert an Kraft. Ihr werdet alt. Wenn ihr recht hättet und eure Sinne zu eurem eigenen Wohl nutzen würdet, wärt ihr ständig aktiv und voller Enthusiasmus. Doch in Wirklichkeit ist es nicht so. Sinnliche Vergnügungen schaden euch nur. Prägt euch daher fest ein: Die Sinne benutzen euch und machen euch schwach, alt und krank – nicht ihr benutzt eure Sinne zum Vergnügen.

Anil Kumar Kamaraju „Satyopanishad“, Bd. 2.
 

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DREI ARTEN DES SCHWEIGEGELÜBDES

Übermäßiges Reden schadet dem Geist.
„Weniger Worte – mehr Glück“.
Um zu lernen, seine Rede zu zügeln, befolgten die Alten drei Arten von Schweigegelübden:
das Schweigen der Zunge (Vak-Maunam),
das Schweigen des Geistes (Mano-Maunam)
und das höchste Schweigen (Maha-Maunam).
Das erste Gelübde, das Schweigen der Worte oder die Beherrschung der Zunge, bedeutet, dass das Sprechen auf das in der jeweiligen Situation Notwendige beschränkt wird. Diese Regel half, überflüssige Gespräche zu vermeiden. Dadurch wurde die Kraft der Sprache bewahrt und gestärkt.
Die Beherrschung der Rede erforderte auch Wahrhaftigkeit, denn eine von Lügen freie Rede reinigt die Gedanken.
Durch die Praxis dieser Form der Askese gelangten die Menschen der Antike zum Verständnis der Wahrheit (Satya-Siddhi) und erlangten höchste Weisheit (Jnana-Siddhi).
Daraus folgt, dass die Reinheit der Rede von außerordentlicher Bedeutung ist. Man kann sie erreichen, wenn man sich an die Beherrschung der Rede gewöhnt.
Die zweite Art des Schweigens ist das Schweigen des Geistes.
Der Geist ist ein Knäuel aus Gedanken und Fantasien. Die Anzahl der Gedanken im Geist muss allmählich verringert werden. Wenn es weniger Gedanken gibt, beginnt der Geist sich ganz natürlich kontrollieren zu lassen: Wie eine nicht aufgezogene Uhr „tickt“ er nicht mehr.
Je mehr die Aktivität des Geistes abnimmt, desto stärker offenbart sich allmählich die Kraft des Atman.
Dadurch wird der Intellekt (Buddhi) aktiver als die die Gedanken aufwühlenden Sinnesorgane.
Nachdem ein Mensch gelernt hat, seine Rede und seinen Geist zu beherrschen, fällt es ihm leicht, den Zustand des höchsten Schweigens zu erreichen.

Sathya Sai Baba. Die Veden – der Weg des Lebens.
Gespräche 1994. Kapitel 7
 

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Die Wahrheit wird niemals sterben, und die Lüge wird niemals überleben. Ihr alle müsst fest daran glauben. Worüber kann ein Mensch sagen: „Ist das dauerhaft?“ Wie kann er überhaupt glauben, dass irgendetwas dauerhaft ist? Wenn er doch seit seiner Geburt Zeuge der Veränderung all dessen ist, was ihn umgibt, wenn seine eigenen Erfahrungen verschiedenen Wandlungen unterliegen und sich auch die Atmosphäre, in der er aufwächst, ständig verändert – wenn er also in einer Umgebung ohne Beständigkeit aufwächst –, woher sollte ein solcher Glaube kommen? Wenn man all dies beobachtet, kann man ohne jede Furcht vor Widerspruch verkünden, dass diese Welt unwirklich ist. Denn wenn sie wirklich wäre, wie könnte sie sich dann verändern? Alles, was Veränderungen unterliegt, ist unwirklich; nur die Wirklichkeit ist unveränderlich, stabil und beständig. Das einzige unveränderliche, stabile und beständige Wesen ist der Atman; nur Er ist wirklich, nur Er ist beständig. Der Atman ist die Gestalt des Herrn und die Kraft des Herrn.

Sathya Sai Baba
Prashanti Vahini, Kapitel 16
 

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Betrachtet euren Körper als einen sich bewegenden Tempel. Wohin ihr auch geht, Gott ist bei euch. Streitet nicht darüber, was Gott ist und wo Er sich befindet. Gott muss durch Glauben und Vertrauen erkannt werden. Wo Vertrauen ist, da ist Liebe. Wo Liebe ist, da ist Frieden. Wo Frieden ist, da ist Wahrheit. Wo Wahrheit ist, da ist Glückseligkeit. Wo Glückseligkeit ist, da ist auch Gott. Glückseligkeit ist überall. Die Glückseligkeit in euch ist durch euer Körperbewusstsein begrenzt. Ihr müsst diese Glückseligkeit erweitern und sie allumfassend machen. Wenn ein Kind geboren wird, ist es allein. Mit zunehmendem Alter bekommt es eine Frau und Kinder. Wenn die Kinder heiraten, wächst die Familie. Diese Erweiterung der Beziehungen findet innerhalb einer einzigen Familie statt. Ihr müsst euren Horizont so weit erweitern, dass er die gesamte Menschheitsfamilie umfasst!

Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 17. Februar 1989
 

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DAS GESICHT – DER SPIEGEL DES GEISTES

Der Mensch versucht ständig, seine Fehler zu verbergen – wie ein Strauß, der den Kopf in den Sand steckt, in der Hoffnung, dass der Jäger ihn nicht sehen wird. Doch dadurch wird der Strauß zu einem leichten Ziel für den Jäger. Ebenso stellt sich ein von Ego und Bosheit erfüllter Mensch vor, dass niemand seine Gedanken kennt. Doch der menschliche Geist gleicht einer Grammofonaufnahme. Seine guten und schlechten Gedanken spiegeln sich in seinem Gesicht wider, auch wenn er es nicht bemerkt. Jeder aufmerksame Beobachter kann dies jedoch leicht erkennen. Das Gesicht eines Menschen, der von bösen Gedanken erfüllt ist, gleicht einem alten Tonkrug. Das Gesicht wird zu einer Leinwand, die zeigt, was im Geist geschieht.
So wie Gedanken zu Handlungen führen, beeinflussen auch das Verhalten, die Worte und die Taten eines Menschen die Neigungen des Geistes und fördern gute oder schlechte Impulse. Der Mensch bildet sich ein, dass niemand seine Gedanken kennen kann. Während er vorgibt, die Menschen in seiner Umgebung zu mögen, hegt er insgeheim böse Gedanken gegen sie. Doch in Wirklichkeit täuscht er nicht andere, sondern sich selbst. Denn indem er böse Gedanken nährt, erniedrigt er sich.
Der natürliche Zustand des menschlichen Herzens ist Reinheit. Doch indem der Mensch den giftigen Schlangen böser Gedanken erlaubt, hineinzukriechen, lässt er Unruhe in sich ein.
Wie kann sich ein Mensch in einem Haus ruhig fühlen, in dem sich eine Schlange eingenistet hat? Böse Gedanken im Geist sind schlimmer als giftige Schlangen im Haus. Für böse Gedanken darf es überhaupt keinen Raum geben.

Sathya Sai spricht. Band XXVI. Kapitel 21
 

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SCHMERZ – DER VORBOTE DER GEBURT EINES NEUEN LEBENS

Es gibt vier Arten von Menschen: Die „Toten“ – das sind diejenigen, die den Herrn leugnen und glauben, dass sie aus sich selbst heraus existieren, unabhängig, frei, sich selbst regierend und über sich selbst verfügend; die „Kranken“ – das sind diejenigen, die sich nur dann an den Herrn wenden, wenn ein Unglück über sie hereinbricht oder wenn sie spüren, dass die Quellen, die sie gewöhnlich unterstützen, vorübergehend versiegt sind; die „Stumpfsinnigen“ – das sind diejenigen, die wissen, dass Gott ein ewiger Begleiter und Zeuge ist, sich aber nur von Zeit zu Zeit daran erinnern, wenn dieser Gedanke stark ist und eine mächtige Energie freisetzt; und schließlich die „Gesunden“ – das sind diejenigen, deren Glaube an den Herrn unveränderlich ist und die stets in Seiner friedvollen und schöpferischen Gegenwart leben.

Ihr schreitet vom „Tod“ zum „Leben“ und von der „Krankheit“ zur „Gesundheit“ voran, weil ihr die Schläge dieser Welt erfahrt. Die Welt ist ein sehr wichtiger Teil des Lehrplans des Menschen; durch die Qualen der Suche wird das Kind der Weisheit geboren. Der Wert des Leidens liegt darin, dass es ein Zeichen für die Geburt eines neuen Lebens ist. Von der Unruhe (Ashanti) gelangt ihr zu vollkommener Ruhe (Prashanti), von vollkommener Ruhe zur spirituellen Erleuchtung (Prakanti), von der spirituellen Erleuchtung zum Ewigen Göttlichen Licht (Paramjyoti). Der Wechsel von Freude und Leid gleicht dem Wechsel von Tag und Nacht. Nacht und Tag sind Zwillingsschwestern, und beide sind notwendig für die Fruchtbarkeit des Bodens, für das Erwachen der Aktivität und die Erneuerung des Lebens. Sie gleichen Sommer und Winter. Manche bitten: „Baba! Mach diesen Sommer nicht so heiß!“ Doch gerade während der sommerlichen Hitze nimmt die Erde die für sie notwendige Energie der Sonne auf, damit sie bei Einsetzen des Regens eine reiche Ernte hervorbringen kann.

Prashanti Nilayam, Vijayadashami, (1953)
 

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Menschen werden auf Sanskrit nara genannt. Doch nara bedeutet Atman (Ich selbst, das wahre Selbst). Das Wort nara besteht aus zwei Silben, na und ra. Ra (rah) bedeutet das, was der Zerstörung unterliegt. Na-ra („nicht-ra“) bedeutet das Unzerstörbare, Unvergängliche. Die Bedeutung liegt darin, dass nara (der Mensch) in seiner körperlichen Form Veränderungen unterworfen ist, seinem Wesen nach jedoch unsterblich ist. Er ist von Glückseligkeit erfüllt.
Heute ist die wahre Natur des Menschen dem Vergessen anheimgefallen. Auch die menschlichen Werte sind vergessen. Die Menschen verhalten sich wie Tiere oder Dämonen. Erst wenn sie ihre menschliche Natur erkennen und sich den menschlichen Werten zuwenden, wird sich ihnen ihre Göttlichkeit offenbaren.
Damit dies geschieht, ist vor allem Hingabe an Gott erforderlich. Was ist Hingabe? Vielleicht Meditation, die Wiederholung des Namens, das Einhalten von Gelübden und Fasten? Keineswegs. Alles, was in Erwartung einer Belohnung getan wird, ist vom Wunsch nach den Früchten befleckt und kann nicht als wahre Hingabe gelten. Hingabe lässt sich als Liebe zum Herrn definieren, die von keinem einzigen Wunsch belastet ist. Kein Gebet an Gott mit der Bitte, einen Wunsch zu erfüllen, hat etwas mit Hingabe zu tun. Man muss Gott nur um Seiner selbst willen lieben. Die Liebe muss um der Liebe selbst willen gepflegt werden.
Wahre Hingabe ist die Verbindung von Liebe und selbstlosem Dienen.

Sathya Sai Baba
14.04.1995, Brindavan
 

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„Für körperliche Freuden arbeitet der Mensch mit all seiner Kraft – beharrlich und ununterbrochen, Tag und Nacht. Wer erkennt, dass der Atma (Geist) vom Körper verschieden ist, wird keiner Unruhe ausgesetzt sein. Wahrlich, wenn jeder Mensch die Natur und den Zweck des menschlichen Daseins erkennt, werden diese Schwierigkeiten nicht entstehen. Die Upanischaden erklären: Wenn jemand, der als Mensch geboren wurde und in der menschlichen Gesellschaft aufwächst, die Bedeutung des Wortes Manava (Mensch) nicht kennt, ist ein solcher Mensch schlechter als Vögel und Tiere.

Die menschliche Geburt ist etwas Wunderbares. Sie eröffnet grenzenlose Möglichkeiten. Sie ist von höchster Bedeutung. Das Wort „Mensch“ bezieht sich nicht nur auf den physischen Körper. Der Mensch ist eine Verbindung aus Körper, Geist und Atma. Durch den Körper zu handeln, durch den Geist zu erkennen und den Atma als Beobachter dieser beiden zu haben – das macht Manavatvam (menschliches Dasein) aus. Handeln, Erkennen und Bewusstwerden – diese drei Stufen bringen die innere Bedeutung des menschlichen Lebens zum Ausdruck. Es ist völlige Unwissenheit, das menschliche Leben ausschließlich mit dem Körper gleichzusetzen … Man muss von Anfang an verstehen, dass der Mensch die Natur und den Zweck des menschlichen Daseins erkennen und ein sinnvolles Leben führen sollte.

Zuallererst muss man sich mit dem Geist befassen. Nur jemand, dessen Geist vollkommen ist, kann als Mensch bezeichnet werden. „Woran der Mensch denkt, dazu wird er“.

----— Sathya Sai Baba
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Brindavan, 05.20.1993
 

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Die Zeit ist vergangen. Die Beziehungen des Menschen zu Gott, zwischen Mensch und Gott, zwischen Mensch und Gesellschaft sowie zwischen Mensch und Engeln sind durch Zorn und Hass entweiht. Die Menschen halten die Lüge für Wahrheit und lehnen die Wahrheit als Unwahrheit ab. Blind wandern sie auf den Wegen der Lüge umher. Und sie sind stolz darauf, weil sie glauben, sich weiterzuentwickeln.
In einer gottlosen Atmosphäre ist es schwierig, die Lampe des Glaubens im eigenen Herzen zu entzünden und ihre Flamme gleichmäßig und stark, ohne Schwanken und Flackern, am Brennen zu halten. Heute vertraut die Ehefrau ihrem Mann nicht, der Ehemann seiner Frau nicht, die Söhne zweifeln am Vater, der Vater misstraut seinen Söhnen, die Schüler glauben ihren Lehrern nicht, und die Lehrer können sich nicht auf ihre Schüler verlassen. Wie kann der Glaube also auf dem einen Feld der Religion wachsen? Dieses Unglück ist entstanden, weil der Mensch zulässt, dass Leidenschaften und Vorurteile seinen Verstand verdunkeln. Der Verstand ist das Werkzeug, durch das der Geist korrigiert und gelenkt werden muss. Der Verstand darf sich nicht den Launen des Geistes und der Sinne unterwerfen.
Wenn der Mensch im Sumpf der Wünsche versinkt, kann er den Unterschied zwischen „gut“ und „schlecht“ nicht klar erkennen. Dazu muss der Verstand rein und klar, scharf und geradlinig sein. In den Gedanken darf nicht die geringste Spur von Egoismus, Neid und Gier vorhanden sein, denn dies würde den Verstand von seinem Ziel abbringen. Ein schwankender Geist und umherblickende Augen helfen dem Verstand nicht, eine Entscheidung zu treffen.

Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache vom 23.11.1973
 
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