Persönliche Mobilität

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Manchmal denkt man: Um eine einzige Person ein paar Kilometer zu befördern, starten wir ein Auto, das mehr als eine Tonne wiegt. Dann suchen wir nach einem Stellplatz dafür. Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Idee eines persönlichen Elektrobikes sehr sinnvoll. Ein kleines Verkehrsmittel, das im Alltag mehr Freiheit ermöglicht.

Das ist keine Werbung und kein Versuch, allen eine bestimmte Marke zu empfehlen. Ich wollte einfach von einer erstaunlichen Entwicklung erzählen, die sich buchstäblich vor unseren Augen entfaltet. Dabei verbergen sich hinter dem Begriff „Elektrobike“ inzwischen sehr unterschiedliche Dinge: ein Fahrrad mit Tretunterstützung, ein kompaktes Stadtauto und ein echtes Elektromotorrad.

Klein bedeutet: näher am Alltag

Ein leichtes Bike hat einen Vorteil, dessen Wert man auf schönen Fotos nur schwer einschätzen kann: Man kann es mit den Händen hochheben. Es ins Haus tragen, umstellen oder in den Kofferraum legen. Ein Klappmodell kann man außerdem in einer Ecke der Wohnung verstauen, ohne den Eingangsbereich in eine Garage zu verwandeln. Natürlich bedeutet eine geringe Größe nicht immer ein niedriges Gewicht: Ein kompaktes Fahrzeug mit schwerer Batterie kann ebenfalls unhandlich schwer sein. Entscheidend sind die tatsächlichen Kilogramm einschließlich Akku.

Ich denke, dass gerade leichte Modelle für das gewöhnliche Stadtleben besonders attraktiv sind. Wenn man das Fahrzeug bei sich aufbewahren kann, statt es über Nacht im Hof stehen zu lassen, ist das Verhältnis dazu ein ganz anderes. Für jemanden ohne Garage kann das wichtiger sein als eine hohe Geschwindigkeit undbeeindruckender Optik.

Zum Beispiel bietet Brompton die faltbare Elektrofahrrad-Reihe C Line an. Der Sinn einer solchen Konstruktion liegt nicht in Geschwindigkeitsrekorden, sondern in der Kombination aus Fahrrad und kompaktem Gepäck. Das ist ein interessanter Ansatz: Ein Verkehrsmittel sollte nicht nur während der Fahrt bequem sein, sondern auch, wenn die Fahrt vorbei ist.

Ein großes Bike – ganz andere Möglichkeiten

Eine größere Maschine bietet Platz für eine leistungsfähige Batterie, einen stabilen Rahmen, einen bequemen Sitz und Gepäck. In der passenden Ausstattung ist sie ein vollwertiges Transportmittel für längere Fahrten und alltägliche Aufgaben. Allerdings garantiert die Größe allein noch keine große Reichweite: Ein leistungsstarker Motor, hohe Geschwindigkeit, Steigungen und Ladung verbrauchen schnell Energie. Vergleichen sollte man konkrete Modelle und die Bedingungen, unter denen die Reichweite gemessen wurde.

Besonders interessant sind Lasten-Elektrofahrräder. Körbe, Seitentaschen, eine lange hintere Ladefläche – damit kann man Lebensmittel, Werkzeug oder Sachen zur Datscha transportieren. Für das Tern GSD der dritten Generation wird ein zulässiges Gesamtgewicht von 210 kg angegeben. Das schließt das Fahrrad selbst, die Person und die Ladung ein – nicht 210 kg reine Zuladung. Aber selbst mit diesem Vorbehalt sind die Möglichkeiten beachtlich. Zugleich zeigt das GSD, dass ein Lastentransportmittel nicht unbedingt riesig sein muss.

Ein leistungsstarkes sportliches Elektromotorrad ist eine ganz andere Geschichte. Seine Stabilität und Leistung bedeuten keineswegs, dass man beliebige Lasten darauf packen kann. Für den Transport braucht man eine entsprechende Konstruktion und die vom Hersteller angegebene zulässige Belastung.

Sehen Sie sich an, wie das inzwischen aussieht

Hier sind zwei Videos von Tim Ston über leistungsstarke E-Bikes. Dabei geht es ausdrücklich um die Motorrad-Richtung, nicht um kleine Klappräder:

„Dieses ELEKTROFAHRRAD macht mit seiner Leistung Angst“:

„Das LEISTUNGSSTÄRKSTE E-Bike, das ich gefahren bin? 35.000 W“ – Test des Y-Volt Surge V:

Die Leistungsangabe im Titel des zweiten Videos ist eine Aussage des Testers und kein Richtwert, den jeder unbedingt braucht. Für die Fahrt zum Bäcker und für Fahrten im Gelände sind die Anforderungen schließlich unterschiedlich.

Was sich bei dieser Technik verändert

Mich interessiert nicht nur die Leistung. Herausnehmbare Akkus ermöglichen es, die Batterie separat zur Steckdose zu bringen. Bei einigen Modellen kann man einen zweiten Akku einsetzen. Drehmomentsensoren sorgen für eine gleichmäßigere Motorunterstützung: Je stärker man in die Pedale tritt, desto mehr Unterstützung erhält man. Einige Lastenradmodelle verfügen bereits über ABS, und elektronische Systeme helfen dabei, die Unterstützung einzustellen und das Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. Diese Möglichkeiten hängen von der Ausstattung ab, aber die Entwicklung selbst ist beeindruckend.

Ich wünsche mir, dass die nächste große Errungenschaft auch eine einfache Reparatur umfasst: ein erschwinglicher Ersatzakku, unkomplizierte Wartung und Ersatzteile, die auch nach einigen Jahren noch erhältlich sind. Denn praktisch ist etwas, das man lange nutzen kann.

Und trotzdem: Es geht um die Natur

Elektrofahrzeuge haben während der Fahrt keinen Benzinausstoß. Sie qualmen nicht unter den Fenstern, hinterlassen keinen Geruch nach verbranntem Kraftstoff und sind in der Regel leiser. Für die Stadt ist das ein sehr spürbarer Unterschied. Besonders dann, wenn ein kurzer Weg mit dem Auto durch eine Fahrt mit einem kleinen Bike ersetzt wird.

Ganz ohne ökologischen Fußabdruck geht es natürlich nicht: Die Batterie muss hergestellt, der Strom erzeugt und eine ausgediente Batterie ordnungsgemäß recycelt werden. Aber auch durch solche alltäglichen Entscheidungen kann man schonender mit der Natur umgehen. Man muss nicht jedes Mal eine Tonne Metall mit sich herumbewegen.

Jeder entscheidet nach seinem eigenen Leben. Für den einen ist ein leichter, faltbarer Begleiter ideal, der in der Wohnung seinen Platz findet. Für den anderen ein Lastenfahrrad. Und wieder jemand interessiert sich für ein großes Elektrofahrzeug für Reisen. An dieser Idee gefällt mir vor allem die Möglichkeit, das Verkehrsmittel an den Menschen, seine Kräfte und seine Aufgaben anzupassen. Ohne zwingend eine Garage, Benzin und die ständige Suche nach einem Parkplatz zu brauchen.
 
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