Du kannst zum Ziel von Verleumdung, Beleidigung oder Schande werden, in Armut oder Leid gestürzt werden, doch wer sich dem Willen Gottes hingegeben hat, wird all dies freudig begrüßen und unerschütterlich ertragen. Der Herr wird Seine Kinder niemals verlassen. Diejenigen, die Gott ergeben sind, müssen in den schwierigsten Situationen Geduld und Ruhe zeigen. Tatsächlich sind es die Frommen und Gottesfürchtigen, denen Leiden und Unglück zuteilwerden. Und um der Menschheit diese großen Wahrheiten zu lehren, führte Krishna dieses Drama mit den Pandavas in den Hauptrollen auf. Jedes Ereignis in ihrem Leben ist nur eine Szene in Seinem Schauspiel. Um der ganzen Welt ihre tiefste Hingabe und deren Kraft zu verkünden und sie als Vorbild für das kommende Kali-Yuga zu zeigen, inszenierte der Herr dieses bewegende Drama. Genau diese Absicht des Herrn ist sein Hauptzweck.
Wir nennen viele Menschen unsere Freunde. Doch wer ist unser wahrer Freund? Solange ihr Geld in der Tasche habt oder eure Eltern eine hohe gesellschaftliche Stellung innehaben, wird jeder zu euch sagen: „Hallo!“ und euch sehr freundlich behandeln. Wenn sich die Situation ändert und ihr ohne Geld dasteht, wird niemand euch auch nur „Auf Wiedersehen!“ sagen. Wenn ein Teich voll ist, kommen alle Frösche zu ihm. Wenn er ausgetrocknet ist, findet ihr keinen einzigen! Gott ist jedoch nicht so. Er hat einen Teich, der immer mit selbstloser Liebe gefüllt ist. In jeder Situation ist Sein Teich mit süßem Nektar der Liebe gefüllt. Veränderungen eurer Stellung, Lebenssituation oder eures Status bedeuten Ihm nichts. Warum vernachlässigt ihr einen solchen wahren Freund und bemüht euch, weltliche, vorübergehende und nicht wahre Freunde zu finden, deren Freundschaft flüchtig und kurzlebig ist? Betet darum, eine ewige Freundschaft mit Gott zu gewinnen.
Sathya Sai Baba
(Göttlicher Vortrag „Meine lieben Studenten“, Band 2, Kapitel 7, 10. April 2000)
– Baba
Die Menschen begehen einen gewaltigen Fehler, indem sie sich mit dem Körper identifizieren. Sie häufen eine Vielzahl verschiedenster Dinge an, um ihren Körper zu erhalten und ihm Annehmlichkeiten zu verschaffen, selbst wenn der Körper im Alter schwach und gebrechlich wird. Doch kann man den Tod hinauszögern? Wenn der Bote Yamas, des Gottes des Todes, kommt, müssen alle in die andere Welt aufbrechen. Angesichts des Todes verschwinden Stellung, Stolz und Macht. Im Wissen darum bemüht euch Tag und Nacht, durch die Reinheit von Körper, Geist und Seele das Höchste Selbst zu erkennen. Der Körper soll als Mittel zur Erreichung dieses Ziels bewahrt werden. Doch denkt daran: Ihr seid nicht dieser Körper, und dieser Körper kann nicht ihr sein! Solange das Ziel, für das euch der Körper gegeben wurde, noch nicht erreicht ist, besteht eure Pflicht darin, sorgfältig auf ihn zu achten und ihn vor Schäden und Verletzungen zu schützen. Im Winter hilft Wollkleidung, den strengen kalten Winden standzuhalten, und im Sommer legt man sie ab. Ebenso wird der materielle Körper unnötig, wenn die kalten Sturmwinde des materiellen Lebens euch nicht mehr beeinflussen.
„Seien Sie absolut davon überzeugt, dass Dienen die höchste spirituelle Praxis ist. Es kann keine bedeutendere spirituelle Übung geben als das Dienen. Sie sollten nicht danach streben, die schlechten Eigenschaften Ihrer Mitmenschen zu kritisieren und zu erörtern. Die Kritik an anderen Menschen ist eine sehr große Sünde. Sie gleicht einer unheilbaren Krankheit. Es gibt kein Heilmittel dagegen. Der Drang, andere zu kritisieren, ist wie Krebs. Kritisieren, kommentieren oder tadeln Sie andere Menschen niemals. Wenn wir unsere Mitmenschen kritisieren, stoßen wir auf zahlreiche Schwierigkeiten.
Enthalten Sie sich der Kritik. Man sollte die Entwicklung von Eigenschaften wie Kritiksucht und Gewalt in sich nicht fördern. Entwickeln Sie die Fähigkeit zur Kontemplation und denken Sie über Gott nach. Erfüllen Sie Ihr ganzes Wesen mit Liebe und betrachten Sie Ihre Mitmenschen mit von Liebe erfüllten Augen. Auf diese Weise werden Sie Liebe zu Gott und Seine Liebe erlangen. Befreien Sie sich von dem Wunsch, zu kritisieren und Ihren Mitmenschen Schmerzen zuzufügen. Andernfalls werden Sie die Früchte der Sünde – der Kritiksucht – ernten. Und ebenso werden Sie der Kritik seitens Ihrer Mitmenschen nicht entgehen können.“
„Advaita durch Seva“, Band 2, „Göttliche Vorträge von Bhagavan Sri Sathya Sai Baba, 19.–24. November 1987“, S. 9–10.
Sorgen und Nöte verschiedenster Art sind in dieser Welt zu allen Zeiten gegenwärtig: in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, während des Wachens, Träumens und Schlafens.
Doch wenn Sie Glauben an Gott haben und Ihre Pflichten als Opfergabe an den Herrn erfüllen, werden Sie feststellen, dass alle Sorgen und Leiden unweigerlich verschwinden!
Erinnern Sie sich mindestens zwei- bis dreimal am Tag dankbar an Gott. Das wird Ihnen große Zufriedenheit und Frieden schenken.
Geben Sie Ihre weltlichen Pflichten nicht auf. Erfüllen Sie sie mit dem Namen Gottes auf den Lippen.
Mischen Sie sich nicht so sehr in die Angelegenheiten anderer ein, dass Sie sich darin verstricken und keine Möglichkeit mehr haben, sich daraus zu befreien.
Verbringen Sie Ihre Zeit damit, die Schönheit der Natur zu betrachten, die sich vor Ihren Augen auf der Erde und am Himmel ausbreitet: die herrlichen grünen Weiten, die beruhigenden und Freude spendenden kühlen Brisen, die Panoramen farbenprächtiger Wolken und den Gesang der Vögel. Preisen Sie ständig die Herrlichkeit Gottes!
Sprechen Sie nicht hasserfüllt, werden Sie nicht zornig, stören Sie den Frieden Ihrer Umgebung nicht durch Schreie und Flüche, und verpesten Sie die Atmosphäre nicht mit rachsüchtigen Drohungen und Prahlerei.
Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 2. September 1958
Nur der Mensch hat die Möglichkeit, sich aus dem Kreislauf von Geburt und Tod zu befreien, und das obendrein durch eine so beglückende Tätigkeit wie den Dienst an Gott. Doch infolge von Unwissenheit oder, was noch viel schlimmer ist, von Verdorbenheit und Lasterhaftigkeit lässt er diese Möglichkeit aus seinen Händen gleiten und leidet unaufhörlich unter Kummer und Schmerz, Angst und Sorgen. Indem er sich aus den Fesseln der Anhaftung an weltliche Objekte und sinnliche Vergnügungen befreit, kann der Mensch auf seinem Streben nach Befreiung Erfolg haben. Lange genug ist er den falschen Weg gegangen; nun ist es an der Zeit, ihn zu verlassen und sich unbeirrbar geradewegs auf das Ziel zuzubewegen. Die Liebe, die er zu Menschen und Dingen entwickelt hat, muss in reine Gottesverehrung verwandelt werden. So wird sie die Form von Hingabe (Bhakti) annehmen. Glauben Sie daran, dass der Herr in Ihnen als Wagenlenker weilt, der die Zügel der fünf Pferde – Ihrer Sinne – hält, und dass Er Ihr ständiger Ratgeber ist, so wie Er es für Arjuna wurde, als Antwort auf dessen Bitte um Führung und Erleuchtung. Dann wird es Ihnen leichterfallen zu erkennen, dass derselbe Wagenlenker alle Menschen und alle anderen Wesen lenkt, sie beschützt und anleitet. Wenn Sie fest in diesem Glauben verankert sind, werden Sie Zorn und Hass, Gier und Neid, Wut und Anhaftungen loslassen.
Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 31. Juli 1967
Denken Sie bei der Ausübung irgendeiner spirituellen Praxis oder Meditation nicht über Reinheit oder Sünde nach. In der Welt gibt es nichts Unwürdiges. Wenn der Herr überall und in allem gegenwärtig ist, wie könnte etwas sündhaft sein? Selbst wenn etwas der inneren Wahrnehmung nach so erscheinen mag, wird es in dem Moment, in dem es mit dem Namen des Herrn in Berührung kommt, geläutert. Beachten Sie dies! Wenn jemand beim Verrichten seiner Notdurft einen Schatz entdeckt, würde er dann zögern, ihn an sich zu nehmen, weil er zu diesem Zeitpunkt „unrein“ ist? Die Vorstellungen von „Reinheit“ und „Unreinheit“ sind Folgen mentaler Reaktionen in einem bestimmten Augenblick. Wenn Sie Geld ausgeben, denken Sie über einen günstigen Tag und eine passende Stunde nach. Wenn Sie jedoch Geld erhalten, erscheint Ihnen jeder Zeitpunkt geeignet. Der Geist ist die Ursache für die Wahrnehmung beider Zustände. Ebenso werden Sie von keinerlei Gedanken über Reinheit oder Sünde beunruhigt, wenn Sie unerschütterlich an die Liebe glauben, die der Name des Herrn ausstrahlt!
BHAGAWAN SHRI SATHYA SAI BABA
„Dhyana Vahini“, Kapitel 8.
„Gayatri wird mit fünf Gesichtern beschrieben. Das erste ist „Om“. Das zweite ist „Bhūr-bhuvaḥ-svaḥ“. Das dritte ist „Tat-savitur vareṇyam“. Das vierte ist „Bhargo devasya dhīmahi“. Das fünfte ist „Dhiyo yo naḥ pracodayāt“. In diesen fünf Gesichtern verkörpert Gayatri die fünf Pranas (Lebensenergien). Gayatri ist die Beschützerin der fünf Pranas im Menschen. „Gāyantam trāyate iti Gāyatrī“ – sie wird Gayatri genannt, weil sie denjenigen beschützt, der sie rezitiert. Wenn Gayatri als Beschützerin der Lebenskräfte wirkt, ist sie als Savitri bekannt. Savitri ist aus den Schriften als hingebungsvolle Ehefrau bekannt, die ihren Mann Satyavan wieder zum Leben erweckte. Savitri ist die höchste Gottheit der fünf Pranas. Sie beschützt diejenigen, die gemäß der Wahrheit leben. Das ist die innere Bedeutung.
Wenn sich durch die Wiederholung des Mantras der Verstand und die Intuition eines Menschen entwickeln, ist Gayatri die Gottheit, die diesen Prozess in Gang setzt. Wenn die Lebenskräfte geschützt werden, wird die Schutzgottheit Savitri genannt. Wenn die Sprache des Menschen geschützt wird, heißt die Gottheit Saraswati. Aufgrund der Schutzfunktionen von Savitri, Saraswati und Gayatri in Bezug auf Leben, Sprache und Intellekt wird Gayatri als „sarva-devata-svarupini“ beschrieben – als Verkörperung aller Göttinnen“.
Hingabe bedeutet Glauben, Beständigkeit, Tugend, Furchtlosigkeit, Entsagung und Selbstlosigkeit. Eine sorgfältig durchdachte Verehrung, die mit wichtiger Miene ausgeführt wird, ist lediglich eine Verschwendung von Zeit und Energie. Warum Blumen pflücken und ihren Tod beschleunigen? Natürlich könnt ihr den Tempel umrunden, aber wenn eure Füße den Tempel aus Gewohnheit umrunden, redet eure Zunge über die Fehler anderer, über den Preis von Gemüse oder über die Gerichte, die ihr zum Mittagessen zubereitet. Man sollte die Umrundungen nicht so ausführen, als folgte man einer Vorschrift zur Entspannung der Glieder oder zu körperlichen Übungen. Die Sinne müssen gezügelt und in gehorsame Diener des Geistes verwandelt werden. Bevor ihr mit euren Umrundungen beginnt, die ihr Pradakshina nennt, bringt dem Bewohner des Tempels – dem Herrn – euren Geist als Dakshina (Ausdruck der Dankbarkeit) dar. Das ist das Erste und möglicherweise das Einzige, was getan werden muss.
Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 25. Januar 1963
Der Ozean ist ein gewaltiges Geheimnis. Er ist unermesslich und uralt wie die Zeit. Sein Antlitz ist furchterregend; in seinem Inneren verbergen sich rasende Strudel und stürmische Strömungen. Man sollte nicht einmal davon träumen, ihn ohne ein starkes, zuverlässiges Boot von einem Ufer zum anderen zu überqueren. Ebenso braucht der Mensch ein festes Boot, um den Ozean des Samsara zu überqueren. Auch dieser Ozean ist weit und voller Geheimnisse. Er hat seine eigenen unerforschten Tiefen! Er schleudert den Menschen von der Geburt zum Tod und vom Tod wieder zur Geburt, stürzt ihn bald in die Tiefe und hebt ihn bald auf den Wellenkamm, setzt ihn allen möglichen Krankheiten und tödlichen Gefahren aus, erschreckt ihn mit seinen monströsen Bewohnern wie der Gier und zieht den menschlichen Geist in die Strudel des Zweifels.
Um ein festes Schiff der göttlichen Gnade zu erlangen, muss man Glauben und Gehorsam entwickeln und die in der Vergangenheit angesammelten Eindrücke (Chitta) reinigen und klären. Zu diesem Zweck hat Gott dem Menschen die Zeit als Geschenk gegeben. Daher ist der Mensch verpflichtet, sie zur Reinigung und Vervollkommnung zu nutzen. Dieser Prozess wird durch die Betrachtung der Herrlichkeit Gottes gefördert, durch das Erkennen Seiner Gegenwart in der Wahrheit, Schönheit und Güte, die überall in der Welt sichtbar sind, durch die Meditation über Seine Formen und die Wiederholung Seiner Namen. Reinigung und Vervollkommnung dürfen nur vor dem Hintergrund eines sittlichen Lebens und der Güte gegenüber allen Wesen stattfinden. Dann wird der Geist nicht nur unschädlich, sondern auch zu einem nützlichen Werkzeug auf der spirituellen Reise und kann große Unterstützung leisten. Mit Hilfe dieses geläuterten Geistes kann man die menschliche Natur in eine göttliche verwandeln: Manava (der Mensch) kann zu Madhava (Gott selbst) werden. Denn diesen Zustand zu erreichen und in die grenzenlose, von Ihm geschenkte Ananda einzutauchen, ist die Bestimmung und das Recht jedes Menschen, der als Mensch geboren wurde.
Sathya Sai spricht. Bd. XII. Gespräche Bhagavans Sri Sathya Sai Babas (1973–1974), S. 115–116
Übermäßiges Reden schadet dem Geist.
„Weniger Worte – mehr Glück.“
Um zu lernen, ihre Rede zu beherrschen, befolgten die Alten drei Arten von Schweigegelübden:
Schweigen der Zunge (Vak-Maunam),
Schweigen des Geistes (Mano-Maunam)
und höchstes Schweigen (Maha-Maunam).
Das erste Gelübde, das Schweigen der Worte oder die Beherrschung der Zunge, bedeutet, dass das Sprechen auf das in der jeweiligen Situation notwendige Minimum beschränkt wird. Diese Regel half, überflüssige Gespräche zu vermeiden. Dadurch wurde die Kraft der Rede bewahrt und gestärkt.
Zur Beherrschung der Sprache gehörte auch ihre Wahrhaftigkeit, denn eine von Lüge freie Rede reinigt die Gedanken.
Durch die Praxis dieser Form der Askese gelangten die Menschen der alten Zeit zum Verständnis der Wahrheit (Satya-Siddhi) und erlangten höchste Weisheit (Jnana-Siddhi).
Daraus folgt, dass die Reinheit der Sprache von größter Bedeutung ist. Man kann sie erlangen, indem man sich an sprachliche Zurückhaltung gewöhnt.
Die zweite Art des Schweigens ist das Schweigen des Geistes.
Der Geist ist ein Knäuel aus Gedanken und Fantasien. Die Anzahl der Gedanken im Geist muss allmählich verringert werden. Wenn es weniger Gedanken gibt, beginnt der Geist sich ganz natürlich kontrollieren zu lassen: Wie eine nicht aufgezogene Uhr „tickt“ er nicht mehr.
Während die Aktivität des Geistes abnimmt, beginnt sich die Kraft des Atman allmählich zu offenbaren.
Infolgedessen wird der Verstand (Buddhi) aktiver als die die Gedanken aufwühlenden Sinnesorgane.
Nachdem ein Mensch gelernt hat, seine Sprache und seinen Geist zu beherrschen, fällt es ihm leicht, den Zustand des höchsten Schweigens zu erreichen.
Sathya Sai Baba. Die Veden – der Weg des Lebens.
Vorträge 1994. Kapitel 7
Eine der grundlegenden Regeln für ein gutes Leben ist die Praxis der Stille. Die Stimme des Schöpfers kann in eurem Herzen nur dann vernommen werden, wenn die Zunge schweigt. Wenn der Sturm sich legt, beruhigen sich die Wellen. Andere werden nicht den Wunsch haben zu schreien, wenn ihr im Flüsterton mit ihnen sprecht. Gebt dem Gespräch selbst den Ton an: so leise wie möglich, sodass man euch nicht weiter hört als diejenigen, an die ihr euch wendet. Geht behutsam mit dem Klang um; er ist der Schatz des Raumelements (Akasha), eine Emanation des Schöpfers selbst. Der Verstand kann nur dann vorherrschen, wenn die Argumentation nicht durch eine Erhöhung des Tons verstärkt wird. Schweigen ist die Sprache des spirituellen Suchers. Eine sanfte, zärtliche Rede ist ein Zeichen wahrer Liebe. Hass schreit, Angst kreischt und Eitelkeit posaunt. Doch die Liebe singt Wiegenlieder; sie beruhigt und legt Balsam auf. Übt die Sprache der Liebe; vergesst die Sprache des Hasses und der Verachtung!
Vor allem kultiviert Liebe zu allem. Das wird Neid, Zorn und Hass überwinden. Gott (Rama) und Wünsche (Kama) können nicht im selben Herzen nebeneinander bestehen. Vertrauen bringt Vertrauen hervor, Liebe bringt Liebe hervor. Wenn Ich mit solcher Prema (Liebe) zu euch spreche, kann in euch kein Hass auf Mich entstehen! Prema macht die ganze Welt zu einer Familie. Sie ist das größte Werkzeug für Harmonie und Eintracht. Ein Bauer sät Getreide und kümmert sich mit großer Sorgfalt um die Keimlinge. Er jätet das Unkraut, vernichtet Schädlinge, bewässert und düngt nach Bedarf und wartet auf den Tag, an dem er die Ernte einbringen und die Vorratskammern füllen kann. Ebenso müsst auch ihr Prema entwickeln und Hass und Neid ausrotten. Setzt eine rote Brille auf, und alles um euch herum wird rot erscheinen. Setzt die Brille der Prema auf, und alles wird von Liebe und Güte erfüllt sein!
BHAGAWAN SHRI SATHYA SAI BABA
Göttliche Ansprache, 1. September 1958.
Erst als Yashoda sah, dass jedes Seil, das sie nahm, nicht lang genug war, um es um Krishnas Körper zu binden, erkannte sie, dass Er Gott war. Ebenso werdet auch ihr eines Tages erkennen, dass jede Beschreibung Meiner göttlichen Herrlichkeit (Mahima) der Wirklichkeit nicht gerecht wird. Wenn ihr jedoch die Shastras studiert und euch mit den Beschreibungen der Avatare des Höchsten vertraut gemacht hättet, könntet ihr flüchtige Einblicke in die Wahrheit über Mich gewinnen. Es besteht kein Anlass zu Streit und Zwietracht unter euch. Überprüft alles, erprobt alles in eurer eigenen Erfahrung; dann werdet ihr die Wahrheit erkennen. Sprecht nicht, bevor ihr euch selbst überzeugt habt; schweigt, bis die Entscheidung getroffen und die Bewertung erfolgt ist. Bevor ihr überhaupt versuchen könnt, ein Geheimnis zu beurteilen, müsst ihr euch gewiss von allem Schlechten in euch befreien. Und wenn der Glaube erwacht, umgebt ihn mit Disziplin und Selbstbeherrschung, damit die zarten Keimlinge vor Ziegen und Kühen, dieser bunten Schar von Zynikern und Ungläubigen, geschützt sind. Wenn euer Glaube zu einem großen Baum herangewachsen ist, können all diese Wesen in seinem Schatten Zuflucht finden.
BHAGAWAN SHRI SATHYA SAI BABA
Göttliche Ansprache, 23. Februar 1958
Mitgefühl für alle Wesen ist die größte Tugend. Jedem Geschöpf absichtlich Schaden zuzufügen, ist die schlimmste aller Sünden. Merkt euch das unauslöschlich. Indem ihr Mitgefühl und Barmherzigkeit zeigt, verbreitet Liebe, teilt Freude und Glück, bleibt friedvoll und guter Stimmung. Dennoch erlebt ihr hauptsächlich deshalb weder Freude noch Frieden, weil eure Weltsicht verzerrt ist und euer Geist schwankt. Heute achten die Menschen auf die Fehler und Mängel anderer, ohne ihre eigenen zu bemerken. Ihre Ohren erfreuen sich an Berichten über die Misserfolge und Schwächen anderer. Dabei wird kein Versuch unternommen, die eigenen Mängel und Fehltritte zu erkennen. In erster Linie müsst ihr euch selbst prüfen und eure Mängel korrigieren. Denn das, was ihr in anderen seht, ist ein Spiegelbild eurer selbst, eurer Ansichten, Vorlieben und Vorurteile. Wenn eure Aufmerksamkeit außerdem nur auf die Fehler, Mängel, Schwächen und Verfehlungen anderer gerichtet ist, wird der Geist unter ihrem Einfluss verunreinigt und beginnt, sich zu ebensolchen Erfahrungen hingezogen zu fühlen.
Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 25. Oktober 1974
Die gesamte Schöpfung ist die Manifestation des einen Brahman; ein Zweites existiert nicht. Sobald ihr diese Wahrheit erkennt, verschwindet der Geist. Ihr seht in dieser Welt nur deshalb Vielfalt, weil ihr widersprüchliche Gedanken habt. Wenn der Mensch die Einheit dieser Vielfalt erkennt, gibt es „keinen Geist“. Alles ist Brahman.
Alles, was ihr seht, hört, denkt, sagt und irgendwo tut – all das ist Brahman. Widersprüchliche Gedanken entstehen nur, wenn es ein „zweites Wesen“ gibt. Doch dort, wo es nur eines gibt, nämlich Brahman, gibt es keine Gedanken und keine Widersprüche. Dies ist der Zustand der Amanaska, also der Zustand, in dem es keinen Geist gibt. In diesem Zustand ist nur Liebe gegenwärtig. Und diese Liebe ist die Wahrheit.
Bhagavan Sri Sathya Sai Baba
Sathya Sai spricht, Band 29
...Eines Tages saßen wir nach den Bhajans alle um Ihn herum und flochten Blumengirlanden.
Auch Er fädelte gemeinsam mit uns Blumen auf.
Er machte wunderschöne, sehr üppige Girlanden.
Plötzlich stand Er auf und sagte: „Los! Los, beeilt euch! Mutter Ganga kommt uns besuchen!“
Er blieb am Haupttor stehen.
Als das Tor geöffnet wurde, stellte Er sich in die Mitte, streckte die Arme nach vorn und sagte: „Bleibt hinter mir. Niemand darf auch nur einen Zoll über meine ausgestreckten Arme hinausgehen. Seht, Ganga strömt hierher.“
Mit gewaltiger Kraft, die Wellen bis zum Himmel auftürmend, raste der Fluss unter tosendem Lärm auf uns zu, wirbelnd und schäumend. Er war schon ganz nahe.
„Oh Gott! Sie wird uns verschlingen!“ Wir bekamen große Angst.
Der Fluss kam ganz dicht an Swami heran. Er berührte den Saum Seiner Kleidung. Wir sahen weder Bäume noch Büsche – nur die aufgewühlten Fluten des Flusses.
Sai Maa streckte die Hände aus und berührte das Wasser.
Das Wasser unter Seinen Händen beruhigte sich augenblicklich und wurde still.
Außerhalb Seiner ausgestreckten Arme war die Strömung jedoch weiterhin erschreckend schnell.
Swami wandte sich uns zu und sagte: „Holt Blumen, Kokosnüsse, gemahlene Kurkuma und Kumkum aus dem Mandir.“
Wir ehrten die Flussgöttin, indem wir ihr Blumen, Kumkum und Kurkumapulver darbrachten.
Doch wir waren noch immer sehr nervös. Swami zerschlug die Kokosnüsse, brachte sie Mutter Ganga dar und sagte, während Er die Hände auf der Wasseroberfläche hielt: „Wir sind sehr glücklich, dass du gekommen bist, um uns zu besuchen. Nun kehre bitte wieder zurück, Ganga!“
Während Er dies sagte, streichelte Er mit beiden Händen sanft die Wellen.
Unter Seiner zärtlichen Berührung bebte der Fluss, wurde still und zog sich zurück.
Wir trauten unseren Augen nicht: Nirgends war auch nur eine Spur von Wasser zu sehen!
Auf der Erde war kein einziger Tropfen zurückgeblieben!
Auch Swamis Kleidung war vollkommen trocken.
Erstaunlich! Unbegreiflich!
Sie verschwand ebenso plötzlich, wie sie gekommen war.
Wie wunderbar war es, als der Fluss vor Swami stehen blieb, als wäre er gegen eine unsichtbare Wand gestoßen!
Wir waren völlig fassungslos. Da Swami noch immer regungslos dastand, fürchteten wir, dass der Fluss zurückkehren könnte. Doch der Regisseur magischer Mysterien lachte laut und zeigte auf Seine Füße. Um Seine kleinen, zierlichen Füße hatte sich eine Girlande aus Jasminblüten geschlungen!
Er nahm sie in die Hände und verteilte alle Blumen an uns.
Sie waren außergewöhnlich groß, jede Blüte so groß wie eine Rose und weicher als Daunen anzufühlen …
So sehr wir auch versuchten, dieses Wunder zu verstehen, blieb es für uns doch ein Rätsel …
Durch ständiges Nachdenken müsst ihr erkennen, dass die Welt der Körper Gottes ist und ihr eine Zelle dieses Körpers seid. Das Wohlergehen der Welt ist euer Wohlergehen. Fühlt dies zutiefst, handelt in diesem Geist und denkt innerhalb dieses Rahmens – das ist Wahre Spiritualität. Ein spiritueller Sucher (Sadhak) kann sich nicht von der Welt absondern und sich in die Einsamkeit zurückziehen, denn die Welt wird ihm sowohl in die tiefste Höhle als auch in den dichtesten Wald folgen. Ein Sadhak kann nur dann auf Fortschritte auf dem spirituellen Weg hoffen, wenn er im Glauben an die Einheit allen Seins fest verankert ist. Alle Objekte und alle Wesen sind lediglich Wellen auf der Oberfläche des unermesslichen, grenzenlosen, ewigen Ozeans der Göttlichkeit. Alle Wellen gehören zum Ozean und verdanken ihm ihre Existenz. Deshalb seid ihr untrennbar mit allem verbunden, was in dieser Welt existiert.
Sathya Sai Baba
Göttliche Ansprache, 22. März 1973
Wir sagen: „Das ist meine Frau“, „das ist mein Sohn“, „das ist meine Schwiegertochter“ usw. All dies sind illusorische und körperliche Beziehungen. Sie sind erworben und nicht von Gott gegeben. Ebenso gibt Gott euch weder Schmerz noch Freude. All dies ist lediglich eure eigene Schöpfung.
Sie entstehen aufgrund eurer Anhaftung an den Körper. Solange ihr an den physischen Körper gebunden seid, werdet ihr Schmerz erfahren. Sobald dieser physische Körper dem Feuer übergeben wird, bleibt von euch nichts zurück. Atman, „Ich“, das Höhere Selbst – all dies sind verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe atmische Prinzip. Das Individuum beginnt, sich mit dem Körper zu identifizieren, und erzeugt dadurch Ahamkara – das Ego. Deshalb lehrte Jesus, dass man, um Gott zu werden, sein kleines „Ich“ kreuzigen muss.
Sathya Sai Baba
Prashanti Nilayam, 01.01.2009
SSG Bd. 42, Kap. 1
„Nicht an die Existenz vergangener Leben zu glauben, ist nicht nur dumm,
sondern auch herzlos.
Doch das Schlimmste daran ist, dass dadurch eine völlig falsche Vorstellung von Gott entsteht.
Kannst du dir vorstellen, dass Ich so grausam bin, irgendeine Seele dem Verderben, ja sogar dem ewigen Verderben, zu überlassen?
Wie lässt sich das mit Meiner unendlichen Liebe vereinbaren?
Du bist Ich, und Ich bin du.
Warum sollte Ich irgendeinen Teil Meiner Selbst verlieren wollen?
Das ist unmöglich.
Jeder wird GERETTET.
Das habe Ich immer wieder gesagt.
Und Ich stehe unerschütterlich zu Meinen Worten.
Glaube fest daran.
Auf jeden Fall werde Ich dich zur Befreiung führen.
Fürchte dich nicht vor der Härte, die du manchmal in der Welt siehst, hörst oder sogar selbst erlebst.
All das wird dir zehnfach vergolten werden.
Ohne Leiden wäre dein Herz verschlossen geblieben.
Ohne deine eigenen Leiden wärst du für andere und besonders für dich selbst der größte Feind.
Nun fragst du: „Aber warum muss die Welt so grob sein? Hätte Gott nicht alles anders einrichten können?“
Die Antwort lautet: Nein!
Gott hat keine andere Wahl, solange der Mensch einen freien Willen besitzt.
Der freie Wille erfordert, dass der Mensch durch Leiden lernt. Der freie Wille, auf den kein Mensch verzichten möchte, bewirkt, dass er nicht im Unterricht, sondern ausschließlich durch das, was ihm widerfährt und was er erlebt, lernen kann und will.
Gott muss den Wunsch des Menschen erfüllen, denn wenn Er eingreifen würde, wäre der freie Wille nur leere Worte, ein leerer Klang und Rauch.
Doch damit jeder die Möglichkeit hat, aus seinen eigenen Fehlern zu lernen, gibt es die Reinkarnation und das Gesetz des Karma.
Daher hat jeder die Möglichkeit, genau das zu lernen, was er lernen muss.
Und das bleibt so, auch wenn der Mensch in seinem Willen eingeschränkt sein mag. Deshalb kann Ich sagen, dass jeder gerettet wird und dass der Schöpfungsplan vollkommen ist.
Und dass jeder ein Gefangener Meiner Liebe ist.“